AdT: Great Bearer – ein ruhiger Sonntag (30.09.2018)

Historische Abbildung eines roten Apfels mit Zweig und Blatt und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Great Bearer; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages, der Great Bearer, wurde 1894 in Shiremanstown im Cumberland County, Pennsylvania, von Deborah Passmore gezeichnet. Und das ist leider auch schon alles, was ich über den Apfel in Erfahrung bringen konnte. Weder im 2. Band der Apples of New York noch in Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“ ließ sich etwas finden, auch Tom Burford hat nichts in seinem Buch „Apples of North America: 192 Exceptional Varieties for Gardeners, Growers, and Cooks“ vermerkt. Wobei ich den Namen „Guter Ertragbringer“ eh etwas nichtssagend finde.

Aber da heute Sonntag ist, nutze ich den mal als Ruhetag.

Die Künstlerin

Deborah Griscom Passmore (1840–1911) war eine der Illustratorinnen des USDA, dort leitete sie die Pomologische Abteilung. Bis heute gilt sie als eine der wichtigen Künstlerinnen in diesem Bereich.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

Wellant®- willkommen im Club

Ein dunkelroter und ein aufgeschnittener Apfel liegen auf einem Tisch

Gestern habe ich im Bioladen eine für mich neue Sorte entdeckt, die tatsächlich eher neu ist: Der Wellant®, der als Fresco 1987 am Plant Research International im niederländischen Wageningen gezüchtet wurde und seit 2006 mit Sortenschutz im Handel ist. Es ist also eine sogenannte Clubsorte, die ich etwas kritisch sehe – die ZDF-Reportage „Der wahre Preis für den perfekten Apfel“ zeigt ganz gut die Hintergründe.

Beim Aufschneiden des knackig-saftigen Apfels erinnert mich der Duft ganz leicht an Teppichkleber. Das klingt drastischer als der Duft wirklich ist. Der Geruch ist mir schon früher bei einer anderen Sorte begegnet – im Geschmack macht sich das nicht bemerkbar.

Beim ersten Bissen dachte ich kurz an eine Birne. Der Apfel hat eine kräftige Süße, der aber auch eine angenehme Säure beigemischt ist. Interessant, daß der Apfel mit seiner etwas rauen Schale an alte Sorten erinnert – und wohl auch erinnern soll.

AdT: Oberdieck’s Zuckerreinette – ein weiterer verwirrender Apfel (29.09.2018)

Historische Abbildung zweier grüner und eines aufgeschnittenen Apfels;  BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Oberdiecks Zuckerreinette; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages, dessen Abbildung aus dem aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878) stammt, ist ein vielnamiger:

Bay D’Or, Drap D’Or, Drap D’Or De Bretagne, Goldgestickter Apfel, Goldstückapfel, Milchapfel, Oberdiecks Große Gelbe Zuckerrenette, Pomme D’Or, Vrai Drap D´Or.

Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880) und Eduard Lucas (1816-1882) erwähnen weitere, die durch die zunehmende Beliebtheit im deutschen Sprachraum entstanden seien: Reinette Joseph II, Donauers Reinetten Rambour, Ananasapfel oder Berlinger. Warum sich der Verlag für den auf der Abbildung in Klammern gesetzten Namen Oberdieck’s Zuckerreinette entschieden hat, kann ich nicht sagen. Unter „Goldzeugapfel“ finden sich beim BUND Lemgo zahlreiche schöne Abbildungen.
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AdT: Jacobs Sweet – take me home … (28.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Jacobs Sweet; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages, der Jacobs Sweet, wurde um 1860 von Charles Sumner Jacobs in Medford, Massachusetts, gezüchtet, im Staat New York hat er nur wenig Verbreitung gefunden. In den Apples of New York wird er dennoch ausfühlicher beschrieben, die Zeichnung wurde 1895 von Deborah Passmore in Sinks Grove im Monroe County, West Virginia, angefertigt.
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AdT: Fall Stripe – Made in Texas? (26.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Fall Stripe; ©USDA

Vom heutigen Apfel des Tages, dem schönen Fall Stripe, gibt es im USDA nur eine Abbildung, die Bertha Heiges 1901 in Janesville im Rock County, Wisconsin, angefertigt hat. Creighton Lee Calhoun berichtet in seinen „Old Southern Apples“ sehr kurz von zwei Sorten dieses Namens. Eine wurde zwischen 1900 und 1904 von Bonham Nurseries in Texas als lokale Sorte verkauft.
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AdT: Gestreifter Herbst-Taubenapfel – nächstes Jahr in Jerusalem? (25.09.2018)

Historische Abbildung zweier gelblich-roter und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Gestreifter Herbst-Taubenapfel; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages, der Gestreifte Herbst-Taubenapfel, gehört zu den zugespitzten Rosenäpfeln. Die Abbildung aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878) zeigt zwei etwas beschattete Früchte, die deswegen blasser ausfallen – ich finde sie so aber schon attraktiv.
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AdT: Ohio Pippin – auch ein alter Bekannter? (24.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Ohio Pippin; ©USDA

Beim heutigen Apfel des Tages, dem Ohio Pippin, war ich zunächst froh, im 2. Band der Apples of New York die Sorte gefunden zu haben. Doch leider paßt die Beschreibung der Schale nicht wirklich: „etwas glänzend, attraktives, leuchtendes Gelb, oft mit einer leichten orange- oder pinkfarbenen Röte.“
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AdT: Rother Herbst Taubenapfel – endlich Herbst (23.09.2018)

Historische Abbildung zweier roter Äpfel an einem Zweig mit Blättern sowie eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Der Rote Herbsttaubenapfel; ©BUND Lemgo

Hurra, der Herbst ist da! Muß ja auch mal gesagt werden, schließlich bin ich erster Vorsitzender des Autumn Lovers Club Cologne.

Aber jetzt zum Thema. Beim heutigen Apfel des Tages dachte ich erst wieder an einen schnellen Beitrag – es gibt hier schon einige Beiträge zum Taubenapfel, aber der Rote Herbsttaubenapfel war nicht dabei. Also schlagen wir nach bei Christian Eduard Langethal (1806-1878), in seinem Deutschen Obstcabinet sind die Abbildung und eine Beschreibung zu finden.
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