AdT: Maye – leider unbekannt (31.10.2018)

Historische Abbildung eines gelb-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Maye; ©USDA

Ein schneller Beitrag, ein kurzer Beitrag. Der heutige Apfel des Tages, der Maye, taucht in keiner mir bekannten Quelle auf. Auch das mit Bleistift ergänzte „almota“ brachte mich nicht weiter – es ist ein Ort im Whitman County. Gezeichnet wurde der Apfel 1894 von dem Pomologen William Prestele mit der interessanten Vita in Pullman im Whitman County, Washington. Erfreulicherweise gibt es von ihm noch die Querschnitt-Abbildung, an der zu sehen ist, daß die Sorte mächtig viele Kerne hatte.
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AdT: Lady Carrington – zwei Unbekannte (30.10.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Lady Carrington; ©USDA

Zum heutigen Apfel des Tages, dem Lady Carrington, habe ich leider fast nichts gefunden. Was ja immer deutlich mehr Zeit kostet als die Recherche zu bekannten Äpfeln. In der Apfel-Datenbank des australischen Heritage & Rare Fruit Network findet sich der Hinweis, daß im Katalog von Goodmans Baumschule in Bairnsdale, Australien, der Apfel 1906 erwähnt wurde, allerdings nur mit den Angaben „leuchtend rot, früh“. Und in der Liste der „verlorenen Bäume“ ist vermerkt, daß sich (in Australien) der Lady Carrington nach 1896 nicht mehr nachweisen läßt, abgesehen von der Baumschule. Damals wurde noch ein Exemplar im Royal Horticultural Gardens in Burnley erwähnt.
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AdT: Les Ans Calvill – ein Profi-Apfel (29.10.2018)

Historische Abbildung eines grünen und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Der Calville Madame Lesans; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist der Calville Madame Lesans, deutsch auch kurz Lesans Kalvill. Der mittelgroße Apfel stammt aus Frankreich und wurde dort 1883 kurz nach der Entstehung beschrieben. Die Kalenderabbildung stammt aus den „Pomologischen Monatsheften“ von 1901, ich habe hier allerdings die Abbildung aus der Zeitschriftenbeilage „Nach der Arbeit“ gewählt, weil sie mehr zeigt. Dort gibt es auch eine ausführlichere Beschreibung.
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AdT: Pohl’s Schlotterapfel – es gibt ihn noch (27.10.2018)

Historische Abbildung eines grünlich-roten und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Pohl’s Schlotterapfel; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist Pohl’s Schlotterapfel, die Abbildung stammt aus den Pomologischen Monatsheften, die Pomologe Eduard Lucas (1816-1882) und Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880) gegründet und von Friedrich Lucas fortgeführt wurden. Nachzulesen ist die Beschreibung im 1905 erschienenen Band 49.
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AdT: Mönchsapfel – „Abb. ähnlich“ (26.10.2018)

Historische Abbildung eines grün-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels;  BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Mönchsapfel – oder auch nicht; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist der Mönchsapfel. Ob allerdings auch die Abbildung einen solchen zeigt, ist etwas fraglich. Sie stammt aus Johann Lexa von Aehrenthals (1777-1845) 2. Band seiner „Deutsche Kernobstsorten“ (PDF, S. 193f, erschienen 1837). Doch Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880) merkt im „Illustrierten Handbuch der Obstkunde“ (PDF) zum Mönchsapfel an: „Aehrenthal Taf. 72 hat nicht den rechten abgebildet“. Einen wirklichen Unterschied vermag ich zu dem von Lucas abgebildeten nicht zu entdecken. Einerlei: In der Beschreibung stimmt Oberdieck mit Aehrenthal und anderen überein.
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AdT: Rabun – eine Wiederentdeckung! (25.10.2018)

Historische Abbildung eines roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Rabun; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages ist der Rabun, der auch als Rabun Bald bekannt ist. Die Abbildung stammt von Amanda Newton, die ihn 1912 in South Carolina gefunden hat.

Zunächst dachte ich, es wäre wieder eine unbekannt ausgestorbene Sorte, obwohl beim USDA ein paar Abbildung zu finden sind. Aber kein Eintrag bei Apples of New York, nichts in Tom Burfords Buch „Apples of North America: 192 Exceptional Varieties for Gardeners, Growers, and Cooks“. Und auch in Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“ hatte ich nichts gefunden. Da hatte ich mich allerdings vertan, denn Calhoun hat sogar eine besondere Geschichte zu erzählen.
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Plumb Pippin – keinesfalls plump (24.10.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Plumb Pippin; ©USDA

Leider findet sich auch dieser Apfel des Tages nur als Abbildung in der Pomological Watercolor Collection. Das Kalender-Exemplar des Plumb Pippin wurde 1905 von Betha Heiges in Brighton im Howard County, Maryland, gefunden.

Im 2. Band der Apples of New York gibt es einen Hinweis auf den Plumb Cider. Dort steht über die Herkunft, daß der Apfel 1844 von einem Mr. Plumb aus Ohio nach Wisconsin gebracht wurde. Möglicherweise hat auch der heutige Apfel mit diesem Herrn Plumb zu tun.

Die Pippins, im Deutschen „Peppinge“, zählen zu den besten Tafeläpfeln, daher sollte der Plumb Pippin auch kein schlechter Apfel sein. Nur durchgesetzt hat er sich wohl nicht.

Die Künstlerin

Über Bertha Heiges, die den Kalender-Apfel gemalt hat, ist leider nur bekannt, daß von ihr über 600 Werke in der pomologischen Sammlung erhalten sind.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705