AdT: Fair’s Nonpareil – vortrefflich! (10.10.2018)

Historische Abbildung dreier grüner und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Fair’s Nonpareil; ©BUND Lemgo

Die Abbildung des heutigen Apfel des Tages, Fair’s Nonpareil oder Vortrefflicher, stammt aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878). Es ist eine Frucht I. Ranges, was schon mal vielversprechend ist. Jahn, der zu Langethals Artikel noch einige Bemerkungen anfügt, nennt ihn einen seiner Lieblingsäpfel.

Der aus Eingland stammende, eher kleine Apfel erinnert in Form und Größe an den Englischen Goldpepping. Er hat am Kelch feine Falten, die als flache Erhebungen über den Apfel laufen.

Die zarte Schale ist zunächst hellgrün, beim Reifen wandelt sich dies in ein Hellgelb. Ein Rot fehlt nach Langethal auch auf der Sonnenseite (das aber auf der Abbildung zu sehen ist!?), dort finden sich allerdings deutlich sichtbare Punkte.

Das feine und feste Fruchtfleisch ist saftig und hat einen angenehmen, erfrischenden zuckerhaften Weingeschmack. Reif ist er ab Dezember, er erlangt nach Jahn erst um Ostern herum seine eigentliche Güte, ein Welken ist bis dahin nicht festzustellen. Allerdings konnte Jahn eine Röte auf der Sonnenseite feststellen, was er auf den sonnigeren Standort zurückführt.

Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880) beschreibt Fair’s Vortrefflichen im „Illustrierten Handbuch der Obstkunde“ (PDF) in gewohnter Ausführlichkeit. Adrian Diel (1756-1839), der ihn zuvor aus England erhalten und beschrieben hatte, scheint in Deutschland ein Multiplikator für diese Sorte gewesen zu sein, die auch in England lauft Oberdieck nicht sehr verbreitet war. Als feiner Tafelapfel verdiene sie aber den Anbau in größeren Gärten. Der Apfel hat eine feine Säure, die mild und angenehm ist.

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