AdT: Gestreifter Herbst-Taubenapfel – nächstes Jahr in Jerusalem? (25.09.2018)

Historische Abbildung zweier gelblich-roter und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Gestreifter Herbst-Taubenapfel; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages, der Gestreifte Herbst-Taubenapfel, gehört zu den zugespitzten Rosenäpfeln. Die Abbildung aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878) zeigt zwei etwas beschattete Früchte, die deswegen blasser ausfallen – ich finde sie so aber schon attraktiv.

Am Kelch ist eine Rippenbildung deutlich zu erkennen, die sich über den Apfel aber kaum merklich fortsetzt. Immerhin hat der Apfel dadurch ein etwas eckiges Aussehen.

Die Grundfarbe der Schale ist ein Orange, das kräftig oder auch etwas blasser auftritt, auch leicht ins Rot gehen kann, und auf dem sich mehr oder weniger kräftige rote Streifen zeigen.

Das Fruchtfleisch ist nicht so fein wie sonst bei Rosenäpfeln, daher ist die Sorte für Langethal auch nur II. Rangs. Doch ist es deutlich zarter und feiner als bei den anderen Streiflingen. Und gerieben macht sich ein blumenartiger Duft und Geschmack bemerkbar, der als sehr angenehm süßlich eingestuft wird.

Der Apfel ist im Oktober genußreif und hält bis nach Weihnachten. Der Baum ist sehr fruchtbar und trägt sehr früh.

Was auffällt: Langethal erwähnt nicht das auf der Abbildung vermerkte „Jerusalemsapfel“. Allerdings ist in seinem „Obstcabinet“ auch ein Roter Winter-Taubenapfel zu sehen, der sowohl in der Abbildung als auch in der Beschreibung „Jerusalemsapfel“ genannt wird. Der Name bilde sich, so Langethal, vom Aussehen des Kernhauses, dessen Kammern im Querschnitt ein Kreuz bilden: das Wappen Jerusalems. Was ich bei unserem heutigen Apfel nicht erkennen kann.

Mir scheint, da hat sich der Lithograph beim heutigen Apfel vertan und aus Versehen auch hier einen „Jerusalemsapfel“ geschaffen.

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