AdT: Golden Sweet (29.04.2022)

Historische Abbildung eines grünen Apfels in zwei Ansichten; USDA

Golden Sweet; © USDA

Der heutige Apfel des Tages ist der Golden Sweet, wobei „Golden“ ja ein sehr beliebter, aber nicht gerade einfallsreicher Apfelname ist. Die Abbildung stammt von Royal Charles Steadman (1875-1964), der den Apfel 1920 für die Pomological Watercolor Collection des USDA dokumentierte, es gibt noch zwei weitere Abbildungen aus Rhode Island und Tennessee. Der Apfel kam von der Versuchsstation in Rosslyn im Arlington County, Virginia. In deren Berichten findet sich ein, weitgehend mit der Hand geschriebener, Eintrag zu der Sorte.

In Band 2 der Apples of New York gibt es eine längere Beschreibung des Golden Sweet.

Die Sorte war auch unter den Namen Early Golden Sweet, Golden Sweeting, Orange Sweet, Orange Sweeting und Trenton Early bekannt. Sie stammt aus Connecticut, ihre genaue Herkunft ist allerdings unbekannt.

Die mittelgroßen Äpfel haben bei voller Reife eine attraktive, klare gelbe Schale, eine kräftige Süße und einen sehr guten Geschmack.

Der Golden Sweet wurde um 1900 im ganzen Staat New York angebaut, allerdings nirgendwo extensiv, und wurde von fast allen Baumschulen aufgeführt. Die Sorte wurde hauptsächlich für den Hausgebrauch verwendet, zum Verkauf waren die Äpfel bestenfalls in begrenzten Mengen auf lokalen Märkten geeignet. Sie sind schon Mitte August reif und halten bis Ende September. Der Baum wächst gut und ist winterhart, mäßig langlebig, trägt schon recht jung und bringt alle zwei Jahre mäßige bis große Ernten.

Die Äpfel sind unten mittelgroß bis groß, in Größe und Form einheitlich. Sie sind rundlich bis rundlich abgeflacht oder etwas eiförmig, regelmäßig oder schwach gerippt.

Die spitze, mitteltiefe Höhle ist mittelbreit bis ziemlich schmal, symmetrisch, meist teilweise berostet, oft mit ausladenden rostroten Strahlen. Der Kelch ist mittel bis klein und geschlossen.

Die dünne, zarte Schale ist glatt, wachsartig, gelblich-grün und wird bei voller Reife hellgelb.

Das gelblich-weiße Fruchtfleisch ist fest, feinkörnig, dabei mäßig zart, aber saftig und sehr süß und aromatisch.

Der Künstler

Der 1875 geborene Royal Charles Steadman gehörte wie Ellen Isham Schutt (1873–1955), Mary Daisy Arnold (ca. 1873–1955) und Deborah Griscom Passmore (1840–1911) zu den Illustrator*innen beim USDA und arbeitete dort seit 1915 als „pomological artist“. Er ist mit 892 Dokumenten in der pomologischen Aquarellsammlung verzeichnet.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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