AdT: Holly mal zwei (10.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der „alte“ Holly; ©USDA

Den heutigen Apfel des Tages, den Holly, gibt es zwei Mal, wenn ich Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“ vertraue. (Und warum sollte ich nicht?)

Orange Pippin Ltd., die zahlreiche, auch alte Sorten im Katalog haben, beschreiben den Holly als Kreuzung aus dem Jonathan und dem Delicious, die im Ohio Agricultural Research and Development Center gezüchtet wurde. Es sei ein großer und außergewöhnlich schöner Apfel, der die Farbe der Stechpalmenbeere habe, im Englischen „Holly Berry“. Die glänzende Schale sei gleichmäßig rosa bis tiefrot gefärbt.

Da müßte Bertha Heighes, die das Kalenderexemplar 1904 in North Bridgton im Cumberland County, Maine, gezeichnet hat, aber auf ein sehr farbloses Exemplar gestoßen sein. Calhoun hilft hier weiter. Er hatte im Apple Germplasm Repository des USDA in Geneva, New York, einen „Holly“ entdeckt, einen Sproß erhalten und veredelt. Doch auch sein Holly-Apfel entpuppte sich als die 1952 in Ohio gezüchtete neue Variante heraus.

Dagegen hatte er zuvor in alten Katalogen und Büchern, die zwischen 1858 und 1887 erschienen waren, den ursprünglichen Namensträger gefunden. In Georgia vor 1846 entstanden, hieß er auch Persimmon, Simmon, Hardskin, Hollis Red. Im Jahr 1874 urteilte die Kansas Horticultural Society, daß dieser Holly der wertvollste aller süßen Äpfel zum Lagern sei.

Der Apfel sei klein bis mittelgroß, rundlich abgeflacht und leicht konisch. Die glatte gelbe Schale sei meist mit gemischten roten und undeutlichen Streifen bedeckt. Das gelbe Fruchtfleisch wurde als fest, feinkörnig und saftig, der Geschmack als aromatisch und „spritzig süß“ beschrieben. Die Reifezeit war von November bis Februar oder länger.

Aber: tempi passati.

Die Künstlerin

Über Bertha Heiges, die den Kalender-Apfel gemalt hat, ist leider nur bekannt, daß von ihr über 600 Werke in der pomologischen Sammlung erhalten sind.

Und sonst:

Etwas gebogen, aber das Resultat ist es hoffentlich wert: Fiona Apple covert Buddy Hollys „Everyday“.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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