AdT: Huber Pippin – Update (21.03.2022)

Historische Abbildung eines grünen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Huber Pippin; ©USDA

Zum heutigen Apfel des Tages hatte ich am 6. Juni 2018 bis auf die Abbildung des Huber Pippin aus der Pomological Watercolor Collection nichts gefunden. Sie stammt von Royal Charles Steadman, der den Apfel 1927 von der Versuchsstation in Arlington, Virginia, bekam.

Doch inzwischen habe ich für mich neue Quellen entdeckt, unter anderem die Berichte der Versuchsstation zu den dort vorhandenen Sorten. Auch zum Huber Pippin finden sich mehrere Seiten.

Der Baum stand in der Sektion D (?), Reihe 19-20, Baum 3; die Bestandsnummer war No. 7172 (Pom. No.43393).

Die Größe der Äpfel wird als gut bis groß angegeben, die Form ist unverkennbar plattrund; die Hälften sind häufig ungleich; das Rippengewölbe zeigt manchmal ein etwas dreieckiges Profil.

Die Grundfarbe der Schale ist grünlich-gelb, aber der größte Teil des Grün verliert sich bei vollständiger Reife; wenn die Äpfel frei hängen, kann sich manchmal eine kupferartige Färbung zeigen. Punkte treten in Anzahl und Größe unterschiedlich auf; bei einigen Exemplaren sind sie zahlreich und bräunlich, bei anderen sind es nur wenige, unauffällige.

Das gelbe Fruchtfleisch ist in der Regel feinkörnig; durch längere Lagerung kann es ein wenig grob werden; es ist ziemlich saftig und hat eine milde Säure, einigermaßen komplex, aber in der Qualität nur ausreichend bis gut. In einem Jahr erinnerte der Geschmack leicht an den von Orangenschalen – das trat aber in keiner anderen Saison wieder auf.

Im Jahr 1926 zeigte sich eine pockige Oberfläche, was aber auch nur in dem Jahr auftrat. Der Apfel zeigte sonst nichts unschönes in Aussehen und Form.

Die Sorte kann bis Ende Februar gelagert werden, das Fruchtfleisch bleibt immer noch knackig und brechend, aber es fehlt dann ein wenig die Komplexität, der Saft wird etwas adstringierend. Sie verliert optisch an Attraktivität, bleibt aber saftig. Es kann allerdings auch zu einer Zähigkeit des Fruchtfleisches kommen.

Die Kraft des Baumes wurde als außergewöhnlich stark, der Wuchs als außergewöhnlich groß eingeschätzt. „Ein sehr feiner robuster, stabiler Baum“.

Und ich freue mich, daß ich den Huber Pippin aus der Kategorie „Der unbekannte Apfel“ geholt habe.

Der Künstler

Der 1875 geborene Royal Charles Steadman gehörte wie Ellen Isham Schutt (1873–1955), Mary Daisy Arnold (ca. 1873–1955) und Deborah Griscom Passmore (1840–1911) zu den Illustrator*innen beim USDA und arbeitete dort seit 1915 als „pomological artist“. Er ist mit 892 Dokumenten in der pomologischen Aquarellsammlung verzeichnet.

Und sonst:

Immerhin geht es mit dem Video der Huber-Brüder hoch hinaus

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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