AdT: Kasseler Reinette (26.08.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen Apfels am Zwieg mit Blättern, ausßerdem der Kelch als Detail und ein aufgeschnittener Apfel; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Große Kasseler Reinette; ©BUND Lemgo

Der heute Apfel des Tages ist die Große Kasseler Renette, die zu den Goldrenetten gehört. Die Abbildung stammt aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878). Bekannt ist sie auch als

Christs Goldrenette, Deutsche Goldrenette, Dutch Mignon, Echte Kasseler Renette, Gestreifter Würzapfel, Goldströmling, Holländische Goldrenette, Kronenrenette oder Paternosterapfel.


Der Apfel zeigt manchmal leichte Erhabenheiten, die die Form für Langethal aber nicht verderben.

Die Grundfarbe der feinen, glatten Schale ist anfangs hellgelb, später wandelt es sich zu einem matten Goldgelb, das stellenweise durch Rostpunkte bedeckt wird. Die Sonnenseite zeigt ein leichtes Trübrot, das eigentlich streifig ist, durch die Verwaschung des Rots sind diese aber nicht als solche erkennbar. Weißgraue Punkte sind im Rot weniger zu erkennen, da sie hier fein und mit kleinen gelben Höfen umzogen sind; umso deutlicher sind sie im Gelben zu sehen,da sie dort bräunlich sind. Um Kelch und Stiel ist Rost häufig, am Rest des Apfels dagegen weniger zu finden.

Das weiße, manchmal leicht ins Gelbe gehende Fruchtfleisch ist fein und saftreich, hat einen für die Renetten typischen würzigen und weinigen Zuckergeschmack.

Der Apfel ist im Dezember genußreif und kann den durch den ganzen Winter gelagert werden. Nach Eduard Lucas (1816-1882) kann sie sogar bis zum Juni halten, ist ein guter Tafel- und Wirtschaftsapfel, der beim Reifen eine feine Mürbe entwickelt.

Die Kleine Kasseler Renette war übrigens schon zuvor ein Kalenderblatt.

Und sonst:

Wie wäre es am Sonntag mit einer kleinen Zimmerreise per Youtube zur Wasserkunst der Kasseler Wilhelmshöhe?

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