AdT: Prince Albert (12.10.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Prince Albert; ©USDA

Die Abbildung des Apfels des Tages, dem Prince Albert, stammt aus dem USDA. Amanda Newton hat den Apfel 1913 in Ferndale im Whatcom County, Washington, gefunden. Die Sorte stammt ursprünglich aus Großbritannien und ist dort als Lane’s Prince Albert bekannt. Ich hatte bei „Lane“ an die Bezeichnung für eine Gasse oder einen Feldweg gedacht. Tatsächlich stammt es aber von den Züchtern, H. Lane & Son aus Berkhampstead, die den Apfel 1857 bei einem Treffen der British Pomological Society vorstellten.

1881 wurde der Apfel von der Royal Horticultural Society ausgezeichnet, in England verbreitete sich die Sorte sehr stark, dazu entstanden einige Varianten. Wie man an den Abbildungen beim BUND Lemgo sehen kann, hat die Sorte auch in Deutschland Verbreitung gefunden, hier als Prinz Albert.

Ausführlich wird sie im 1. Band der Apples of New York beschrieben. Die Äpfel sind gleichmäßig groß, manchmal sehr groß. Die Form ist rundlich, an der Basis etwas abgeflacht und am Kelch leicht konisch mit breiten, stumpfen Rippen

Die glatte, mäßig dicke und zähe Schale ist grasgrün und wird später gelblich, auf der Sonnenseite schwach gerötet und geflammt. Es sind vereinzelt grünlichweiße Punkte zu sehen, Rost findet sich nicht.

Das grünlichweiße Fruchtfleisch ist fein und mürbe. Der reichlich vorhandene Saft hat einen süßweinsäuerlichem Geschmack, der für einen Dessertapfel zu kräftig sein soll, für die Küche aber sehr gut geeignet ist.

Gepflückt wird der Apfel im Oktober, genußreif ist er von Dezember bis März. Die Bäume bringen reichlich Ertrag, und da die Sorte auch sonst keine relevanten schlechten Eigenschaften hat, ist sie für den Kleingarten ebenso wie für den größeren Hausgarten und Streuobstwiesen geeignet.

Die Künstlerin

Amanda Almira Newton (ca. 1860-1943) arbeitete von 1896 bis 1928 als Illustratorin für das USDA. Sie war eine der produktivsten Mitarbeiter*innen (von denen es über 50 gab), mehr als 1.200 Aquarelle sind in der Sammlung erhalten. Außerdem hat sie rund 300 Wachsmodelle von Früchten hergestellt. Die Illustrationen und Wachsmodelle sollten vor allem den Obstbauern, die in den USA gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Plantagenbetrieb begannen, als Anschauungsmaterial dienen.

Und sonst:

Penny Lane ist einer der wenigen Beatles-Songs, die ich mag. Äpfel kommen allerdings nicht vor.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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