AdT: Queen – und Trauer um zwei Lärchen (11.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Ein unbekannter Queen; ©USDA

Beim heutigen Apfel des Tages mache ich es mir mal einfach. Denn Äpfel mit dem Namen Queen gibt es viele, dieser wurde 1912 Ferndale im Whatcom County, Washington, von Mary Arnold gezeichnet. Creighton Lee Calhoun weist in „Old Southern Apples“ auf die Vielzahl von „Queen“-Äpfeln hin, ein paar notiert er auch, zu denen es aber kaum Informationen gibt oder die nicht auf unseren Apfel zutreffen. Auch die wenigen in den Apples of New York stimmen nicht überein. Auf jeden Fall sieht er für mich lecker aus.

Die Künstlerin

Mary Daisy Arnold (ca. 1873–1955) gehörte wie Deborah Griscom Passmore und Royal Charles Steadman zu den wichtigen Illustrator*innen beim US Department of Agriculture. Über ihr Leben weiß man nicht viel, da Unterlagen über sie vor 1921 vernichtet wurden.

Und sonst:

Was mich während des Schreibens wirklich beschäftigt hat:

Über 40 Jahre wuchs die gesunde Lärche zum Schattenspender, Luftfilter und Lebensraum für Spatzen, Meisen, einen Eichelhäher und zwei Eichhörchen heran. Ein Baumpflegedienst erschuf in weniger als einer Stunde auf Geheiß der neuen Eigentümer ein formschönes Loch. Eine zweite gesunde Lärche wurde ebenfalls gefällt.

In Köln braucht man Dank der Satzung der Stadt für das Fällen von Nadelbäumen (bis auf Eiben) keine Genehmigung, falls die Bäume nicht in der Bebauung vorgeschrieben waren. Denn Nadelbäume sind nicht so wertvoll wie Laubbäume. Ob sie vielleicht etwas wertvoller als kein Baum sind, müßte noch geklärt werden. In Köln überrascht mich inzwischen nichts mehr.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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