AdT: Quince – da ist Musik drin (23.08.2018)

Historische Abbildung eines gelblichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA
Ein Quince, 1913 in Barboursville, Orange County, Virginia, von Mary Arnold; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages, der Quince, hat einen interessanten Namen, denn das bedeutet eigentlich „Quitte“. Zudem gibt es eine kleine Auswahl: Den Quince nach Cole oder den nach Coxe. Im 2. Band der Apples of New York werden beides Varianten beschrieben – die Kalenderabbildung dürfte den Cole’s Quince zeigen.

Der Cole wird als ein sehr guter Gartenapfel beschrieben, wobei auch einige New Yorker Obstbauern die Sorte im kommerziellen Anbau sehr rentabel eingesetzt hatten. Entstanden ist er in Cornish im Bundesstaat Maine, von wo aus er sich ab 1850 herum verbreitet hatte.

Die großen Äpfel sind flach-konisch und gerippt. Die Schale ist hellgelb, selten mit braunen Stellen.

Das weiße, aromatische Fruchtfleisch ist zu Beginn der Reife fest und saftig und hat eine angenehme Säure. Der Apfel eignet sich dann hervorragend zum Kochen. Mit zunehmender Reife wird er sehr weich und zart und entwickelt einen milden, aber ausgeprägten Quittengeschmack. Wenn er perfekt ist, gibt es für Cole keinen besseren Apfel.

Die Sorte reift nach Cole von Juli bis September, laut der Apples of New York im Spätsommer und Frühherbst. Im Kühllager kann er bis November gelagert werden.

Die zweite Variante des Quince hatte US-amerikanische Pomologe William Coxe jr. (1762-1831) im Jahr 1817 beschrieben. Von der Größe her soll der Apfel dem Yellow Newtown entsprechen. In erster Linie soll sich die Variante durch die Farbe des jungen Baumholzes unterscheiden lassen, das ein mattes Rötlich-braun statt des klaren Rötlich-brauns der Cole-Variante zeigt. Der Coxe stammt ursprünglich aus dem Bundesstaat New York und reift im November. 1905 war die Variante den Verfassern der „Apples of New York“ allerdings unbekannt, auch konnte keiner der Korrespondenten einen Bericht geben.

Die Künstlerin

Mary Daisy Arnold (ca. 1873–1955) gehörte wie Deborah Griscom Passmore und Royal Charles Steadman zu den wichtigen Illustrator*innen beim US Department of Agriculture. Über ihr Leben weiß man nicht viel, da Unterlagen über sie vor 1921 vernichtet wurden.

Und sonst:

Weil ich schon lange nicht mehr auf Youtube-Quatsch verwiesen habe, nehme ich heute mal den einen Quincy. Und den anderen Quincy.

………………..
© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

Eine Antwort auf „AdT: Quince – da ist Musik drin (23.08.2018)“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert