AdT: Reinette Fox – ich wurde erhört (11.05.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten Apfels;  BUND Lemgo

Renette Fox; ©BUND Lemgo

Und ich wurde erhört: Mit dem heutigen Apfel des Tages, der Renette Fox, ist mal wieder ein Apfel im Kalender, zu dem es Informationen gibt. Die Abbildung stammt aus dem 2. Band der „Deutsche Kernobstsorten“ (PDF, erschienen 1837) von Johann Lexa von Aehrenthal. Dort beschreibt er den Apfel natürlich auch:

Die etwas zähe und fettige Schale des kleinen Winter-Tafelapfels hat eine strohweiße Farbe, die beim Reifen ins Zitronengelb übergeht. Die Sonnenseite geht ins dunkle Purpur, das zudem beim Polieren lackartig glänzt. An den Rändern bildet es sich streifig aus. Punkte hat die angenehm duftende Schale, die etwas zum Welken neigt, nicht.

Das feine weiße Fruchtfleisch ist nicht besonders saftig, markig und hat einen zimitigen, gewürzhaften und süßen Geschmack, der mit einem Fenchelapfel Ähnlichkeit haben soll (letzterer klingt mal wieder sehr interessant.).

Die Reife beginnt im November, allerdings verliert der Apfel beim Lagern im Winter Saft. Für Lexa ist er von erstem Rang.

Johann Georg Dittrich (1783-1842) ergänzt, daß der Apfel von Prof. van Mons (über dessen tragische Lebensgeschichte ich hier berichtet hatte) gezüchtet und zum Andenken des britischen Staatsmannes Charles James Fox (1749–1806) gewidmet wurde. Ansonsten ist der Text in Dittrichs 1837 erschienenem „Systematischen Handbuch der Obstkunde“ doch überraschend übereinstimmend mit dem von Lexa formuliert – wer da von wem abgeschrieben hat, läßt sich bestimmt herausfinden.

Und sonst:

Da einige Menschen in meinem Umfeld sich gerade mit lebensbeeinflussender Musik beschäftigen, nehme ich mal dieses Stück – ich sach nur: Klassenfeten …

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