AdT: Schleswiger Erdbeerapfel – Schall & Rauch (13.10.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten und eines aufgeschnittenen Apfels sowie Blüten;  BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Sommer-Parmäne; ©BUND Lemgo

Heute habe ich eine andere Abbildung als die aus dem Kalender gewählt, weil die aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878) nicht beim BUND Lemgo vorhanden ist. Und weil es schönere gibt. Z.B. die aus der „Deutschen Pomologie – Äpfel und Birnen“ (1882-1883) von Wilhelm Lauche (1827-1883).

Der Schleswiger Erdbeerapfel ist wieder ein Fall von „die einen sagen so, die anderen so“. Langethal setzt in seiner Beschreibung zum Namen Gestreifte Sommerparmaine in Klammern dazu, und der Sorte folgend bin ich in den Beschreibungen von Rudolf Stoll (1847-1913) und Gustav v. Flotow (1789-1864) (im „Illustrierten Handbuch der Obstkunde“) zu dem Schluß gekommen, daß der heutige Apfel identisch* mit der Sommerparmäne ist. Weshalb ich auf den früheren Beitrag verlinke. Für alle, die dort nicht weiterlesen: Es ist eine sehr leckere Sorte.

Den Baum gibt es immer noch in Baumschulen, wo er auch als Herbst-Parmäne verkauft wird – auch dieser Name taucht bei den Synonymen auf. Interessant ist die unterschiedliche Haltbarkeit, die von z.B. Adrian Diel (1756-1839) mit 14 Tagen angegeben wird, während Langethal 6 bis 8 Wochen nennt und diesen Unterschied mit unterschiedlichen Bedingungen erklärt.

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* oder zumindest eine sehr ähnliche Variante

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