AdT: Schöner von Nordhausen (03.10.2018)

Historische Abbildung eines Zweigs mit grünlich-rötlichen Äpfeln und einen aufgeschnittenen Apfel; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Der Schöne von Nordhausen; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist, wie der Name der Schöne aus Nordhausen es schon sagt, eine alte Apfelsorte aus Nordhausen und gut ausgesucht für den Tag der Deutschen Einheit.
Rolff gibt an, daß die Sorte schon 1820 als Sämling in Nordhausen gefunden worden sein soll und 1892 in den Handel kam (nach anderer Quelle schon 1882).

Allerdings ist die Sorte eher für den Hausgarten oder die Streuobstwiese geeignet, da die Bäume auf feuchten Lagen nicht gut wachsen und auf Trockenheit mit kleinen Äpfeln und frühem Fruchtabfall reagieren.

Die glatte, glänzende und geschmeidige Schale ist manchmal auch schwach fettig. Die Grundfarbe ist hellgrün, bei der Lagerung wandelt sich dies zu einem Zitronen- oder Goldgelb. Auf der Sonnenseite ist der Apfel zum Teil rosa, zum Teil leuchtendrot überzogen; es können sich auch etwas dunklere, schwach ausgeprägte Streifen bilden. Schalenpunkte sind fein, aber kaum bemerkbar.

Das gelblichweiße Fruchtfleisch ist anfangs fest, es wird beim Lagern mürbe. Der Geschmack des saftigen Apfels ist angenehm gewürzt, erfrischend, weinsäuerlich, manchmal recht süß; der Geruch ist schwach.

Pflückreif ist er im Oktober, bei kühler Lagerung hält er sich von November bis April.

Nach dem I. Weltkrieg wurde er als angeblich neuer Findling mit dem Namen ‚Hindenburg‘ auf den Markt gebracht – sozusagen ein Heldenapfel … Heute ist er wohl immer noch im Harzer Raum häufiger anzufinden.

Und sonst:

Einen erbaulichen Feiertag!

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