AdT: Yellow Bellflower – schon wieder (14.06.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Yellow Bellflower; ©USDA

Heute könnte ich es mir mit dem Apfel des Tages wieder einfach machen und für den Yellow Bellflower auf den Eintrag zum Belleflower verweisen, denn das ist ein Synonym. Aber einfach kann jeder, daher verweise ich auf den vorherigen Eintrag und bringe ich hier noch ein paar Informationen aus US-Sicht an.

Die habe ich mir aus Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“ geholt, immer wieder hilfreich, wenn es um Äpfel von der anderen Seite des Atlantiks geht.

Die Angaben zur Anbauqualität schwanken. Calhoun verweist auf verschiedenste Quellen, die den Yellow Bellflower mal einen Herbst-, mal einen Winterapfel nennen. Laut einigen Zeitschriften scheint er in Virginia gut gediehen zu sein, das USDA riet vom Anbau dort allerdings ab; in Delaware und Richmond war der Anbau wohl so gar nicht erfolgreich. Immerhin führten ihn aber mindestens 140 Baumschulen. Und in Europa ist er ja, wie im erwähnten Artikel zu lesen, gut angekommen.

Calhoun schätzt den Yellow Bellflower, der im September reift, als guten Kuchen- und Mostapfel, hat allerdings auch sehr schwankende Ernteergebnisse erzielt. Das Fruchtfleisch ist weißlich oder hellgelb, fest und knackig. Der Apfel ist saftig, aromatisch, ist zu Beginn eher sauer,was sich beim Lagern aber gibt.

Der Künstler / die Künstlerin?

Leider habe ich nichts zu der Künstlerin oder dem Künstler M. Strange (sic) herausgefunden, der oder die heute zum ersten Mal in der Reihe der Künstler*innen des USDA auftaucht. Der Apfel wurde 1915 in Portland gezeichnet, und von M. Strange sind in der pomologischen Aquarellsammlung nur 47 Werke erhalten. Sie stammen alle aus den Jahren 1914 und 1915, was auf eine begrenzte Tätigkeit hinweist. Schön sind die Abbildungen aber allemal.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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