Endlich: die neue Ernte ist da!

rote und grüne Äpfel liegen auf einem Holztisch

Links der rote Akane, rechts der überwiegend grüne Hana

Heute war ich auf dem Ökomarkt am Rudolfplatz, um mal nach Äpfeln aus neuer Ernte zu schauen. Und wie schon im vergangenen Jahr wurde ich am Stand von Haus Bollheim fündig. Vier rote Akane und vier eher grüne Hana kamen mit nach Hause.

Mir schmeckt der säuerliche Hana sehr gut, der eine leicht fruchtige Süße und eine kräftige Säure hat. Ohne Schale schien er etwas zahmer.

Der rote Akane hat hier eine Liebhaberin eher süßer Äpfel gefunden. Er schmeckt mir auch nicht schlecht, aber ein bißchen fehlt mir der Geschmacks-Flash des Hana. Das hat auch sein Gutes: So gibt es keinen Streit.

Beide Sorten sind nicht besonders lange lagerfähig – aber nach der langen apfellosen Zeit hält bei mir eh kein Apfel sehr lange …

Beim ursprünglich in Japan gezüchteten Akane finde ich wieder einmal den Zeitraum von der Züchtung 1937 bis zur Markteinführung 1970 erstaunlich.

Die neuen Äpfel kommen

Historische Abbildung von gelblich-grünlichen und aufgeschnittenenee Äpfel mit Zweig und Blättern; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Weißer Klar-Apfel; ©BUND Lemgo

In der Gießener Allgemeinen gab es am Sonnabend (11.8.18) einen netten kleinen Leser-Artikel von Georg Erhardt über das Einlagern eigener Äpfel, um so ohne Importe durch das ganze Jahr zu kommen.

Und die erfreuliche Nachricht, daß der Weiße Klarapfel bereits geerntet wird, gab es obendrauf.

Juni ist ein harter Monat

Apfelbaum mit Früchten

Grow, Apfel, grow!

Adam klagt in seinem Blog zu recht:

June is always a hard month for apple aficionados, but this June feels especially crabbed and frustrated.

Im Moment scheint nur noch Überseeware in den Läden zu liegen, und was ich kürzlich aus Chile zwischen den Zähnen hatte, sah aus wie ein Apfel, aber schmeckte doch sehr flach. Gut, daß ich mich mit Apfelkraut über diese trostlose Zeit retten kann.

Wie gewonnen …???

rote Äpfel hängen an Zweigen

©Tom Swinnen, pexels; Lizenz: CC0

Gestern berichtete das Fruchtportal über eine prognostizierte Apfel-Rekordernte (13,2 Mio t), und ich grübelte noch, welches das erwähnte Billig-Land sein könnte, das möglicherweise den anderen Anbauländern zusetzen wird.

Da sehe ich in der heutigen Südwest Presse etwas alarmierende Nachrichten über die Apfel-Gespinstmotte, die den Apfelbäumen im Ulmer Raum zusetzt. Auch in Westfalen soll sie schon gesichtet worden sein. Ich wünsche den Obstbauern viel Glück!