Endlich: die neue Ernte ist da!

rote und grüne Äpfel liegen auf einem Holztisch

Links der rote Akane, rechts der überwiegend grüne Hana

Heute war ich auf dem Ökomarkt am Rudolfplatz, um mal nach Äpfeln aus neuer Ernte zu schauen. Und wie schon im vergangenen Jahr wurde ich am Stand von Haus Bollheim fündig. Vier rote Akane und vier eher grüne Hana kamen mit nach Hause.

Mir schmeckt der säuerliche Hana sehr gut, der eine leicht fruchtige Süße und eine kräftige Säure hat. Ohne Schale schien er etwas zahmer.

Der rote Akane hat hier eine Liebhaberin eher süßer Äpfel gefunden. Er schmeckt mir auch nicht schlecht, aber ein bißchen fehlt mir der Geschmacks-Flash des Hana. Das hat auch sein Gutes: So gibt es keinen Streit.

Beide Sorten sind nicht besonders lange lagerfähig – aber nach der langen apfellosen Zeit hält bei mir eh kein Apfel sehr lange …

Beim ursprünglich in Japan gezüchteten Akane finde ich wieder einmal den Zeitraum von der Züchtung 1937 bis zur Markteinführung 1970 erstaunlich.

Die spinnen, die …

Das Logo der Rhein-Apfelroute; @Rhein-Voreifel-Touristik

Doch, die Ähnlichkeit mit einem Apfel ist nicht zu verkennen …
Rhein-Voreifel-Touristik e.V.)

Wie den WDR-Nachrichten zu entnehmen ist, soll der „Steueroptimierer“ Apple Widerspruch gegen das Apfelroute-Logo eingelegt haben.

Die rheinische Apfelroute, die im Mai 2019 für die Öffentlichkeit freigegeben werden soll, führt auf 120 km durch die größte Obst- und Gemüseanbauregion NRWs.

Vielleicht könnte der Verein Rhein-Voreifel Touristik e.V., der das u.a. vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung geförderte Projekt vertritt, das grüne Blatt wie von Apple gewünscht ersetzen. Z.B. durch einen Mittelfinger.

Nachtrag: Der Streit wurde Mitte Mai 2019 beigelegt, das Logo darf weiterhin benutzt werden, wenn auch nicht für jede Art von Merchandising.

Kenner-Blick

Aufgeschnittener Apfel mit weißem Fruchtfleisch

Sauer macht immerhin lustig …

Heute morgen sah ich schon beim Aufschneiden, daß es ein lustiges Apfel-Frühstück wird. Leider war der Braeburn (bio) nur sauer, hatte aber keine weiteren Geschmacksmerkmale.

Wie es hier weiter geht

Zwei rot-grüne Äpel an einem Ast

Jeden Tag etwas über eine alte Sorte erfahren, ein bißchen was drumherum recherchieren, jeden Tag schreiben: Das „Apfeljahr 2018“ war ein schönes Erlebnis. Und einige nette Menschen habe ich dabei auch kennengelernt.

2019 gehe ich es hier deutlich ruhiger an, esse dafür vielleicht noch ein paar Äpfel mehr. Den Blog werde ich nicht mehr täglich befüllen, der Inhalt wird sich auch nicht mehr nur auf alte Sorten konzentrieren. Dafür kommen vielleicht wirtschaftliche und kulturelle Aspekte dazu.

Wer nicht auf gut Glück vorbeischauen möchte, kann sich die Neuigkeiten in einem RSS-Reader seiner oder ihrer Wahl anzeigen lassen, es gibt einen RSS-Feed: http://apfel.kulturnation.de/feed (zum Kopieren).

Ein Apfelquartett!

Äpfel und die Aufschrift Das Hessische Äppelquartett, Ausschnitt aus einem Deckblatt eines Quartettspiels

Ausschnitt aus dem Quartett-Cover; ©allesgude.de

Bei dem Hessischen Äppelquartett mit 32 hessischen Apfelsorten konnte ich nicht widerstehen, das war schneller bestellt, als ich „Apfel des Tages“ sagen kann. Aan Schnäbbsche!

Und jetzt freue ich mich schon darauf, mit dem Gravensteiner von 1669 locker den Carpentin von vor 1700 stechen zu können.

Das hübsche Apfelplakat fiel gleich mit in den Warenkorb.

AdT: Queen – und Trauer um zwei Lärchen (11.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Ein unbekannter Queen; ©USDA

Beim heutigen Apfel des Tages mache ich es mir mal einfach. Denn Äpfel mit dem Namen Queen gibt es viele, dieser wurde 1912 Ferndale im Whatcom County, Washington, von Mary Arnold gezeichnet. Creighton Lee Calhoun weist in „Old Southern Apples“ auf die Vielzahl von „Queen“-Äpfeln hin, ein paar notiert er auch, zu denen es aber kaum Informationen gibt oder die nicht auf unseren Apfel zutreffen. Auch die wenigen in den Apples of New York stimmen nicht überein. Auf jeden Fall sieht er für mich lecker aus.
„AdT: Queen – und Trauer um zwei Lärchen (11.09.2018)“ weiterlesen

Schöne Überraschung

Ein angebissener Apfel liegt auf einem Tisch, im Hintergrund eine verschwommene Stadtsilhouette

Heute hatte ich einen der letzten Äpfel mit, die ich vergangene Woche gekauft hatte. Beim ersten Bissen dachte ich: „Mist, der ist ja voll weich geworden!“. Weiche Äpfel haben sich bei mir leider immer wieder als mehlig oder bitter oder einfach als „bähh“ erwiesen.

Aber dann kam es zu einem wunderbaren Eß-Erlebnis, denn es fühlte sich an, als würde ich sehr leckeres Apfelmus essen. Grandios! Ein bißchen ist die Konsistenz auf dem Foto vielleicht auch zu erahnen.

Meine Äpfel des Tages

12 grünrote Äpfel liegen auf einem Holztisch

Heute habe ich auf dem Kölner Ökomarkt am Rudolfplatz drei frühe Sorten bekommen, die ich bisher noch nicht gegessen habe. Es sind alles keine alten Sorten, aber da kommt vielleicht noch in den nächsten Wochen was.

Oben der Delbar (auch Delba, Delcorf oder Delbarestivale), eine französische Sorte, die 1956 gezüchtet wurde und seit 1982 auf dem Markt ist. Mit einem recht großen Exemplar habe ich heute angefangen: Die Schale hat einen kaum merkbaren Duft. Das Fruchtfleisch ist knackig, leicht säuerlich, dabei überwiegt aber ein süßer Grundton. Den hätte ich gern schon in den vergangenen heißen Wochen gehabt.

Unten links der Hana, eine tschechische Sorte, die seit 1997 verkauft wird.

Unten rechts der Collina, der in den Niederlanden entwickelt wurde und seit 1995 im Handel ist.

„Wilhelm Tell“ im Passionstheater Oberammergau

Im Vordergrund ein Junge mit einem roten Apfel auf dem Kopf, im Hintergrund ein Mann mit Armbrust; © Andy Stueckl, Passionstheater Oberammergau

Hier ist die Bühnentechnik gefordert: Tells Sohn Walter (Johannes Maderspacher, l.) und der Schütze (Rochus Rückel); ©Fotografie: Andy Stückl; Presse Passionstheater Oberammergau

Im oberbayerischen Merkur gibt es einen Vorbericht zur Neuinszenierung des „Wilhelm Tell“ in Oberammergau: „Freiheitskämpfer wider Willen: ‚Wilhelm Tell‘ feiert im Passionstheater Premiere“. Friedrich Schillers Bühnenklassiker hat Christian Stückl mit durchaus spannendem Aktualitätsbezug inszeniert:

„Aber wer ist der Meisterschütze Tell? Ein Freiheitskampfer, ein Individualist oder doch nur ein Mörder? Was ist Gerechtigkeit und kann der Einzelne sein Schicksal überhaupt in die eignen Hände nehmen?“
(Aus dem Presseheft)

Und ein Apfel kommt auch vor.

Premiere war am 6. Juli, weitere Aufführungen gab es am 7./20./21. Juli und 3./4./10./11. August 2018.