AdT: Borsdorfer – ein Sonntagskalenderblatt (21.10.2018)

Historische Abbildung eines Zweigs mit drei Äpfeln, sowie einem aufgeschnittenen Apfel; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

(Edel-) Borsdorfer; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist ein richtiger Sonntagsapfel, denn das „am siebten Tag sollst Du ruhen“ wird mit dem Borsorfer sehr einfach. Es handelt sich, wie auch auf der Abbildung zu sehen, um den Edel-Borsdorfer. Und den hatten wir schon im Mai.

Schön, daß wir noch mal eine sehr schöne Illustration des Apfels haben. Sie stammt aus dem Band „Deutschlands Obstsorten“, die einen sehr eigenen Stil haben.

AdT: Kleiner Api (20.10.2018)

Historische Abbildung eines kleinen roten Apfels, darunter stehend fünf verschiedene Namen;  BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Der Kleine Api; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages, der Kleine Api, ist eine sehr alte Sorte, die in Frankreich bereits im 17. Jahrhundert als Pomme d’Api beschrieben wurde. Rudolf Stoll (1847-1913), aus dessem Buch „Österreichisch-Ungarischer Pomologie“ die Abbildung stammt, zählt noch lokale Bezeichnungen wie das Wiener Pontaferl, das pfälzische Bombdinchen und das Tiroler Krieppele auf.
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AdT: Candil Sinap – auch mit „K“ (18.10.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Candil Sinap; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages fällt schon durch seine interessante Walzenform auf. Zuerst habe ich über den Candil Sinap nichts gefunden, doch mit dem Hinweis auf die Schreibweise „Kandil Sinap“ kam ich weiter. Über die Herkunft besteht keine endgültige Sicherheit, sehr verbreitet ist die Ansicht, daß die Sorte um 1800 auf der Krim entstand und der Name türkischen Ursprungs sein könnte. Der Apfel findet sich u.a. in der Ukraine, Moldavien, dem früheren Jugoslawien, Bulgarien, Tschechien, Polen und Rumänien, ein Synonym ist Russischer Taubenapfel.

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AdT: Black Oxford (17.10.2018)

Historische Abbildung eines dunkelvioletten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Black Oxford; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages, der Black Oxford, soll um 1790 auf einer Farm in Paris im Oxford County, Maine, gefunden worden sein. Der erste Baum hat noch bis 1907 Früchte getragen! Tom Burford nennt die Sorte in seinem Buch „Apples of North America: 192 Exceptional Varieties for Gardeners, Growers, and Cooks“ das Neu-England-Gegenstück zum südlichen Arkansas Black. Der Kalenderapfel wurde 1913 von Mary Arnold in North Bridgton im Cumberland County, Maine, gefunden. Leider steht in den Apples of New York nichts zu der Sorte, die auch heute noch angebaut wird.
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AdT: Münchhausens gestreifter Glockenapfel – ohne Lügengeschichten (16.10.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Münchhausens gestreifter Glockenapfel; ©BUND Lemgo

Einen Herbst-Glockenapfel hatten wir ja bereits, der heutige Apfel des Tages ist aber eine andere Sorte: Münchhausens gestreifter Glockenapfel aus Johann Lexa von Aehrenthals (1777-1845) 2. Band seiner „Deutschen Kernobstsorten“ (PDF, erschienen 1836). Der Apfel hat nichts mit dem berühmten Baron von Münchhausen zu tun, sondern mit dem Botaniker Otto von Münchhausen (1716-1774). Er hatte einen der ersten Landschaftsparks nach englischem Vorbild in Kontinentaleuropa angelegt und von 1764 bis 1773 mit dem sechsbändigen Werk „Der Hausvater“ ein gartenbaulich-landwirtschaftliches Lehrbuch herausgegeben.
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AdT: Großer Borsdorfer Zipollenapfel – alter Apfel in neuer Schale? (15.10.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Großer Borsdorfer Zipollenapfel; ©BUND Lemgo

Und auch heute wird es wieder ein kurzes Kapitel mit ein paar Verweisen. Der Große Borsdorfer Zipollenapfel ist eine Spielart des Borsdorfers, wie Johann Prokop Mayer (1737-1804) im 3. Band der Pomona Franconica selbst schreibt – aus dem Buch stammt auch die Abbildung. Der Beiname Zipolle verweist auf die Zwiebel, allerdings weicht Mayers Apfel von der üblichen Form, wie sie auch auf den Abbildungen beim BUND Lemgo zu sehen ist, deutlich ab.
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AdT: Winesap – kenn‘ ich, kenn‘ ich nicht (14.10.2018)

Kalender-Blatt mit einer Historische Abbildung eines roten Apfels und eines Zweigs; USDA, Verlag Hermann Schmidt

Ein Winesap;
aus dem Kalender „An Apple a Day 2018“, mit frdl. Genehmigung des Verlags Hermann Schmidt

Der heutige Apfel des Tages, der Winesap, ist so was wie ein Thema mit Variationen – es gibt sehr viele Varianten des in den USA sehr verbreiteten Apfels. Ich hatte hier schon einen Beitrag zum York Winesap, in dem ich auch etwas zur „Obersorte“ geschrieben habe.
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AdT: Schleswiger Erdbeerapfel – Schall & Rauch (13.10.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten und eines aufgeschnittenen Apfels sowie Blüten;  BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Sommer-Parmäne; ©BUND Lemgo

Heute habe ich eine andere Abbildung als die aus dem Kalender gewählt, weil die aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878) nicht beim BUND Lemgo vorhanden ist. Und weil es schönere gibt. Z.B. die aus der „Deutschen Pomologie – Äpfel und Birnen“ (1882-1883) von Wilhelm Lauche (1827-1883).
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AdT: Hornußecher – sticht nicht (11.10.2018)

Historische Abbildung zweier gelblich-rötlicher Äpfel mit Ast und Blätter und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Der Hornußecher; ©BUND Lemgo

Die Abbildung vom Apfel des Tages, dem Hornußecher, stammt unverkennbar aus Jakob Gustav Pfau-Schellenbergs (1815-1881) Buch „100 alte Apfel- und Birnensorten“. Bei dem Apfelnamen dachte ich an den Schweizer National-Sport „Hornussen“. Allerdings wird dort eine Scheibe und kein Ball verwendet, daher hat beides nichts miteinander zu tun. Auch nicht mit dem Aargauer Ort Hornussen, wie Pfau-Schellenberg aufklärt. Der Name leitet sich von seiner Süße ab, durch die er in der Reifezeit Hornissen und Wespen anlockt.
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AdT: Fair’s Nonpareil – vortrefflich! (10.10.2018)

Historische Abbildung dreier grüner und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Fair’s Nonpareil; ©BUND Lemgo

Die Abbildung des heutigen Apfel des Tages, Fair’s Nonpareil oder Vortrefflicher, stammt aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878). Es ist eine Frucht I. Ranges, was schon mal vielversprechend ist. Jahn, der zu Langethals Artikel noch einige Bemerkungen anfügt, nennt ihn einen seiner Lieblingsäpfel.
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