AdT: Queen – und Trauer um zwei Lärchen (11.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Ein unbekannter Queen; ©USDA

Beim heutigen Apfel des Tages mache ich es mir mal einfach. Denn Äpfel mit dem Namen Queen gibt es viele, dieser wurde 1912 Ferndale im Whatcom County, Washington, von Mary Arnold gezeichnet. Creighton Lee Calhoun weist in „Old Southern Apples“ auf die Vielzahl von „Queen“-Äpfeln hin, ein paar notiert er auch, zu denen es aber kaum Informationen gibt oder die nicht auf unseren Apfel zutreffen. Auch die wenigen in den Apples of New York stimmen nicht überein. Auf jeden Fall sieht er für mich lecker aus.
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AdT: Holly mal zwei (10.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der „alte“ Holly; ©USDA

Den heutigen Apfel des Tages, den Holly, gibt es zwei Mal, wenn ich Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“ vertraue. (Und warum sollte ich nicht?)

Orange Pippin Ltd., die zahlreiche, auch alte Sorten im Katalog haben, beschreiben den Holly als Kreuzung aus dem Jonathan und dem Delicious, die im Ohio Agricultural Research and Development Center gezüchtet wurde. Es sei ein großer und außergewöhnlich schöner Apfel, der die Farbe der Stechpalmenbeere habe, im Englischen „Holly Berry“. Die glänzende Schale sei gleichmäßig rosa bis tiefrot gefärbt.
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AdT: Pollone di Ribston – ein falscher Italiener (09.09.2018)

Historische Abbildung mehrerer bräunlich-gelbroter Äpfel am Zweig mit Blättern und zweier aufgeschnittener Äpfel; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Der Pollone di Ribston; ©BUND Lemgo

Mein bißchen Italienisch ließ mich richtig raten: Der Pollone di Ribston ist der Ribston Pepping, den wir schon am 9. Januar hatten. Die Abbildung stammt aus der zwischen 1905 bis 1930 erschienenen Loseblattsammlung „Deutschlands Obstsorten“, die immer wieder mit wirklich schönen Zeichnungen aufwartet. Die mich an den Jugendstil erinnernde Type gefällt mir auch sehr gut.

In Stolls „Österreichisch-Ungarischer Pomologie“ findet sich verständlicherweise auch die italienische Bezeichnung, warum diese im Kalender verwendet wurde, kann ich nicht sagen.
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AdT: Roxbury Russet – der Ur-Amerikaner? (08.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Roxbury Russet; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages, der Roxbury Russet, hat viele Synonyme:

Boston Russet, Putnam Russet, Howe’s Russet, Belpre Russet, Marietta Russet, Russet Golden, Sylvan Russet, Warner Russet, Leather Coat, Shippen’s Russet, Russet, Warren Russet.

Was nicht erstaunlich ist, weil er als der älteste amerikanische Apfel gilt und viele „Nachkommen“ hat. Sein Ursprung liegt in Roxbury, Massachusetts, wo er innerhalb von 20 Jahren nach der Ankunft der „Pilgerväter“ auftauchte. 1649 wurde er nach Connecticut gebracht und im späten 18. Jahrhundert unter dem Namen Putnam Russet, Marietta Russet u.a. in Ohio eingeführt.
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AdT: Jacquin’s Apfel. Und ich im Schlafrock (06.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-grünen und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Jacquin’s Apfel; ©BUND Lemgo

Die Abbildung des heutigen Apfels, Jacquin’s Apfel oder auch kurz Jacquin, stammt aus den Pomologischen Monatsheften*. Mir gefallen die klaren Bilder sehr gut.

Für die Beschreibung habe ich etwas in Theodor Engelbrechts (1813-1892) 1889 erschienenem Band Deutschlands Apfelsorten (PDF) gefunden. Der Jacquin wurde vom Baumschulbesitzer Boisbunel in Rouen gezüchtet und zuerst 1872 beschrieben.
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AdT: Grosser Weisser Schweizerapfel – und eine kleine Überraschung (05.09.2018)

Historische Abbildung eines gelben und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo, Obstsortendatenbank

Der Große Weiße Schweizerapfel; ©BUND Lemgo

Die Abbildung zum heutigen Apfel des Tages, dem Großen Weißen Schweizer-Apfel, ist in der Farbgebung sehr typisch für Johann Prokop Mayers (1737-1804) Pomona Franconica. Er ist auch der einzige der hier immer wieder auftauchenden Pomologen, der die Sorte beschrieben hat. Überraschenderweise fehlt sie selbst in Jakob Gustav Pfau-Schellenbergs (1815-1881) Band „100 alte Apfel- und Birnensorten“.
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AdT: York Winesap – einer von vielen (04.09.2018)

Historische Abbildung eines dunkelroten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der York Winesap; ©USDA

Mit dem heutigen Apfel des Tages kommt eine in den USA lange Zeit sehr beliebte Sorte in den Kalender, die sehr viele Varianten hat: der Winesap, hier als York Winesap. Die Hauptsorte hat bereits viele Synonyme: Holland’s Red Winter, Royal Red, Texan Red, Old Fashion Winesap, Blacktwig, Potpie, Refugee, Winter Winesap, Wine Sop, Banana. Creighton Lee Calhoun widmet ihm in den „Old Southern Apples“ einen längeren Artikel, da die Sorte im Süden mit Abstand am häufigsten in Baumschulkatalogen vertreten ist.
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AdT: Markgrafenapfel (03.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-grünen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Der Markgrafenapfel; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages, der schöne Markgrafenapfel, findet sich in der „Österreichisch-Ungarischen Pomologie“ von Rudolf Stoll (1847-1913). Adrian Diel (1756-1839) hatte den Apfel wohl als erster beschrieben. Seine Nachfolger widersprechen ihm bei der Form, die sie als rundlich, aber nicht als walzenförmig bezeichnen. Oberdieck vermutet bei Diel einen Irrtum oder dramatisch unterschiedliche Wachstumsbedingungen.
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AdT: Diels Reinette – der Name ist nicht alles (02.09.2018)

Historische Abbildung eines gelben Apfels am Ast mit Blättern, eines gelben Apfels von der Seite, und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Diels Reinette; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist nach einem der ganz großen deutschen Pomologen benannt: Mons hat die aus Brüssel stammende Sorte zu Ehren Adrian Diels (1756-1839) Diels Renette genannt. Die Kalenderabbildung stammt aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878) und ist beim BUND Lemgo in Gänze zu bewundern.
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