Ein neues Buch – und neue Fragen

Das Buch

Heute ist der Band „Der Apfel“ von Johann-Heinrich Rolff eingetroffen. In ihm hat Rolff über 4.000 Sortennamen, Synonyme und ausländische Bezeichnungen zusammengetragen und mit Notizen versehen. Und schon finde ich noch weitere Informationen zum Enkhuiser Agatapfel.

Johann Caspar Schiller (1723-1796) war der Vater des Dichters Friedrich Schiller und Leiter der herzoglichen Hofgärten auf Schloß Solitude.* In seinem Buch

Die Baumzucht im Großen aus zwanzigjährigen Erfahrungen im Kleinen in Rücksicht auf ihre Behandlung, Kosten, Nutzen und Ertrag, beurteilt von J. C. Schiller, 1793 und 1795.

habe er laut Rolff den Namen „Enkhuizer Agatapfel“, zu dem ich den Ursprung suchte, vergeben.

Allerdings heißt es in der niederländischen „Oranje List“, daß der Apfel erstmals 1830 in M. van Noorts Buch

Pomologia Batava of afbeelding en beschrijving van onderscheidene soorten van appelen en peeren, welke in de Nederlandsche gewesten worden gekweekt

erwähnt worden sei. Dort gibt es auch eine weitere schöne Abbildung und die Nennung weiterer Namen: Enkhuizer Maagd, Tryn Weeuwster, der Rothe Agatapfel. Sowohl Noort als auch Schiller nennen ihn einen sehr guten Tafelapfel.

Hilft also nichts: Schillers Buch ist bestellt. Nennt mich „Terrier“.

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* Da erhält die Geschichte mit Friedrichs Apfel in der Schublade noch einmal eine ganz andere Note.

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