AdT: Grosser Api – We are Family (19.12.2018)

Historische Abbildung eines gelb-roten Apfels, links und rechts davon eine Beschriftung; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Großer Api; ©BUND Lemgo

Unter dem Api, auch Rosenapfel, versteht man eine Apfel-Familie. Den Kleinen Api hatten wir schon, ebenso den Stern-Api. Der heutige Apfel des Tages, der Große Api, ist die – nomen est omen – große Ausgabe.

Der Api soll eine der ältesten Sorten sein, schon bei den Römern wurde sie unter anderem die „Persische“ genannt. Johann Prokop Mayer (1737-1804), aus dessen Pomona Franconica die Abbildung stammt, verliert sich etwas in weiteren Namensherkünften, die er dann immer wieder in Frage stellt. Und beendet die allgemeinen Betrachtungen zur Api-Familie mit einem Hinweis auf Jean Merlet, der im 17. Jahrhundert schrieb:

„Der Api hat keinen Geruch, wie andere Äpfel, denn er ist eine wilde Frucht. die in dem Wald, Apis, in Bretagne gefunden wurde.“


Der Gemeine Api soll zwei Fehler haben: Er trägt erst 8 bis 10 Jahre nach dem Pfropfen, und dann auch nur alle zwei Jahre. Doch nach Mayer macht er dies durch einen sehr großen Ertrag wett.

Die Äpfel sind klein, flach und haben einen sehr ausgeprägten, mit Höckern versehenen Kelch.

Die zunächst grüne, auf der Sonnenseite braune Schale ist sehr fein und glatt, mitgegessen trägt sie zum Geschmack bei. Beim Lagern wird dies zu einem blassen Gelb bzw. lebhaften Rot.

Das weiße und zarte Fruchtfleisch ist fest und abknackend, nicht markig und hat auch keinen üblen Geruch. Die Äpfel sind sehr saftig, der Geschmack ist süß und erfrischend; nach manchen Beschreibungen soll auch ein Rosen- oder Zimtgeruch bemerkbar sein.

Gepflückt wird erst im November oder sogar Dezember, Frost tue der Sorte eher gut. Um Weihnachten herum ist er genußreif, er kann bis Mai oder Juni gelagert werden, ohne zu welken.

Und jetzt endlich zum Großen Api, der seit 1854 bekannt ist. Er unterscheidet sich vom Gemeinen Api natürlich durch die fast doppelte Größe, außerdem sind das Rot auf der Sonnenseite und das Gelb auf der nicht besonnten Seite kräftiger. Während er in Frankreich wohl häufig zur Cidre-Produktion verwendet wurde, nennt Mayer ihn einen guten Lagerapfel, der bis in den Juni hält. Das Fruchtfleisch ist ebenfalls weiß, nicht ganz so fest wie der Gemeine, hat ebenfalls viel erfrischenden Saft und einen sehr angenehmen Rosengeschmack.

Und sonst:

Und zum heutigen Untertitel gibt es mal wieder etwas Musik: Chic & Sister Sledge mit einer zehnminütigen Liveversion von „We Are Family“.

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