AdT: Black Sweet (25.03.2022)

Historische Abbildung eines kräftig-roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Black Sweet; © USDA https://naldc.nal.usda.gov/catalog/POM00002594

Der heutige Apfel des Tages ist der Black Sweet, das Exemplar aus dem Orange County, New York, hat Deborah Griscom Passmore 1894 für die Pomological Watercolor Collection des USDA festgehalten.

Erfreulicherweise wurde auf der Abbildung auch erwähnt, daß es ein Synonym für den Moore Sweet sei. Das bestätigt auch ein Blick in die Apples of New York. Dort wird als früheste Beschreibung die im New England Farmer angegeben, der 1829 erschien.

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AdT: London Pepping – so old (11.02.2022)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen Apfels; BUND Lemgo
Der London Pepping; © BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages darf wirklich eine alte Sorte genannt werden: Der London Pepping ist schon seit 1580 bekannt! Die Abbildung stammt, wie an den etwas merkwürdigen Farben gut zu erkennen ist, aus Österreichisch-Ungarischen Pomologie von Rudolf Stoll (1847-1913).

Beim BUND Lemgo gibt es in der Obstsortendatenbank aber noch weitere, schöne Abbildungen vom Apfel, der zu den Kalvillen gerechnet wird.

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2022 kann kommen!

Ein Kalender in einer kleinen Holzkiste, auf dem Titelbild ein Apfel und der Titel An Apple a Day 2022
Endlich wieder „Ein Apfel am Tag …“

Ich hatte neulich schon überlegt hatte, im kommenden Jahr hier den Apfel-Kalender 2019 durchzugehen, weil mir das doch viel Spaß gemacht hatte. Heute habe ich mit Begeisterung gesehen, daß beim Verlag Hermann Schmidt 2022 wieder ein Apfel-Kalender erscheint! Was mich sehr begeistert.

Im kommenden Jahr muß ich mir damit keine Gedanken um eine Freizeitbeschäftigung machen 🙂

Der ausgezeichnete Moseleisenapfel

5 rote Moseleisenapfel am Ast mit Blättern; Foto von Hans J Bannier, Gartenbauvereine in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Der Moseleisenapfel; ©Hans-J. Bannier, Gartenbauvereine SAL/RLP e.V.

Die Gartenbauvereine in Rheinland-Pfalz und im Saarland haben den Moseleisenapfel zur Streuobstsorte des Jahres 2019 gewählt. Seit 2000 macht der Verband mit der jährlichen Auszeichnung auf die besondere Bedeutung der Streuobstwiesen für Naturschutz und Artenvielfalt aufmerksam.

Eine erschreckende Zahl habe ich dazu in einem dpa-Bericht gelesen: Im Saarland gibt es auf etwa 7000 Hektar Streuobstwiesen heute rund 460 000 Bäumen – 1965 waren es noch 1,2 Millionen Bäume.

Der kleine bis mittelgroße Moseleisenapfel ist eine sehr alte Sorte, die vor allem im Saar-Mosel-Raum bis zum Mittelrhein und in Belgien bekannt ist. Inzwischen selten geworden, zeigt der Apfel ab September seine kräftige rote Farbe, wird allerdings erst ab Oktober gepflückt. Er läßt sich bis ins Frühjahr lagern. Das grünlich-weiße Fruchtfleisch ist fest, schmeckt süßsäuerlich bis süß, hat aber kein besonderes Aroma. Daher wird er heute als Mostapfel genutzt.

Sehr schön, daß es weitere regionalbezogene Obstbücher gibt. Eines davon ist „Äpfel und Birnen aus Luxemburg. Geschichte – Tradition – Sorten – Verwertung“ von Raymond Aendekerk, Doris Bauer, Richard Dahlem, Marc Thiel, Hans Thomas Bosch und Hans Joachim Bannier. In ihm ist auch der Moseleisenapfel zu finden. Das Buch hat 224 Seiten und natürlich viele Fotos. Es ist u.a. über die Gartenbauvereine SAL/RLP zu beziehen (ISBN: 978-99959-45-14-5).

So kann das Apfeljahr 2019 weiter gehen – Napoleon ist zurück

Gemälde von Jacques Louis David, das Napoleon im Arbeitszimmer zeigt, Google Art Project 2

Als Apfel ist er mir lieber; ©Wikimedia / Google Art Project

Das Brandenburger Umweltministerium meldete am 7. Januar 2019 unter dem Titel „Seltener Fund von großem Wert“, daß die regionale Sorte „Napoleon“ wiederentdeckt wurde. Seit den 1930er Jahren galt sie in der Prignitz und im Wendland als verschollen. Den drei Pomolog*innen Urte Delft, Silke Last und Hermann Stolberg gelang jetzt der Nachweis des „Napoleonsapfels“ in der Prignitz und im Amt Neuhaus.

Der Apfel ist gelb-rot gestreift, das mittelfeste Fleisch ist saftig und fein aromatisch. Er reift im September/Oktober und ist bei kühler Lagerung bis April haltbar. Die Bäume können sehr groß werden, sind robust und gut für Obstwiesen der Region geeignet.

Das UNESCO-Biosphärenreservat Flußlandschaft Elbe ist damit um eine wertvolle Sorte reicher!