Der ausgezeichnete Moseleisenapfel

5 rote Moseleisenapfel am Ast mit Blättern; Foto von Hans J Bannier, Gartenbauvereine in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Der Moseleisenapfel; ©Hans-J. Bannier, Gartenbauvereine SAL/RLP e.V.

Die Gartenbauvereine in Rheinland-Pfalz und im Saarland haben den Moseleisenapfel zur Streuobstsorte des Jahres 2019 gewählt. Seit 2000 macht der Verband mit der jährlichen Auszeichnung auf die besondere Bedeutung der Streuobstwiesen für Naturschutz und Artenvielfalt aufmerksam.

Eine erschreckende Zahl habe ich dazu in einem dpa-Bericht gelesen: Im Saarland gibt es auf etwa 7000 Hektar Streuobstwiesen heute rund 460 000 Bäumen – 1965 waren es noch 1,2 Millionen Bäume.

Der kleine bis mittelgroße Moseleisenapfel ist eine sehr alte Sorte, die vor allem im Saar-Mosel-Raum bis zum Mittelrhein und in Belgien bekannt ist. Inzwischen selten geworden, zeigt der Apfel ab September seine kräftige rote Farbe, wird allerdings erst ab Oktober gepflückt. Er läßt sich bis ins Frühjahr lagern. Das grünlich-weiße Fruchtfleisch ist fest, schmeckt süßsäuerlich bis süß, hat aber kein besonderes Aroma. Daher wird er heute als Mostapfel genutzt.

Sehr schön, daß es weitere regionalbezogene Obstbücher gibt. Eines davon ist „Äpfel und Birnen aus Luxemburg. Geschichte – Tradition – Sorten – Verwertung“ von Raymond Aendekerk, Doris Bauer, Richard Dahlem, Marc Thiel, Hans Thomas Bosch und Hans Joachim Bannier. In ihm ist auch der Moseleisenapfel zu finden. Das Buch hat 224 Seiten und natürlich viele Fotos. Es ist u.a. über die Gartenbauvereine SAL/RLP zu beziehen (ISBN: 978-99959-45-14-5).

Apfelsorten und die Vereindeutigung der Welt

Reclam Titelseite von Thomas Bauers Die Vereindeutigung der Welt

„Was haben der Verlust der Vielfalt von Apfelsorten , die Art des Auftretens von Politikern und Schauspielern in Talkshows, Schubladendenken, gleichmacherischer Rassismus, religiöser Fundamentalismus oder der Kunst-und Musikmarkt gemeinsam?“

Natürlich mußte ich bei so einem Klappentext-Anfang den schmalen Reclam-Band „Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt“ von Thomas Bauer mitnehmen …

AdT: Arlington Queen – und schon wieder ein (E-) Buch … (16.03.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA
Die Arlington Queen, von Deborah Griscom Passmore; ©USDA

Beim heutigen Apfel des Tages, der Arlington Queen, wollte ich – wie schon beim Dixon – den Publikums-Joker ziehen. Bis auf die Abbildung aus dem Jahr 1895 beim USDA hatte ich nichts zu diesem Apfel gefunden. Nichts bei Wikipedia, nichts beim BUND Lemgo. Vergeblich hatte ich bei den Apples of New York nachgeschaut.
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