AdT: Hubbardston (27.06.2022)

Historische Abbildung eineskräftig-roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA
Hubbardston; © USDA

Beim heutigen Apfel des Tages, dem Hubbardston, hatte ich gedacht, ein leichtes Spiel zu haben. Schließlich gibt es im Blog schon einen Eintrag zum American Blush, zum Hubbardston Non(e)such und einen zum Hubbardston selbst.

Aber da die Einträge nicht unbedingt ausführlich waren und die Abbildung zum Apfel „neu“ ist, gibt es hier noch mal einen kompletten Eintrag.

Den Apfel hat Ellen Isham Schutt 1904 für die
Pomological Watercolor Collection des USDA gezeichnet, das Exemplar stammte von einem F. E. Nowell aus Fairfield im Somerset County, Maine.

In den Apples of New York gibt es einen längeren Eintrag zu der Sorte. Was kein Wunder ist, denn die Sorte wurde als ausgezeichnet für den kommerziellen Anbau eingestuft und der Anbau den New Yorker Obstbauern empfohlen. Die Sorte variiere unter verschiedenen Boden- und Klimabedingungen nicht nur in der Baumstärke, sondern auch in bestimmten Fruchteigenschaften wie Größe, Farbe, Glätte oder Berostung der Schale sowie in Qualität und Geschmack des Fruchtfleisches. Und daß die Sorte in verschiedenen Teilen des Bundesstaates (New York) unter verschiedenen lokalen Namen bekannt sei, spricht für die Variabilität.

Der Hubbardston galt zudem als eine der ertragreichsten Sorten seiner Saison, die zudem zwischen den verderblichen Frühherbstsorten und den spät reifenden Winteräpfeln reife und alle zwei Jahre große Ernten bringe, häufig würde sie auch beinah jedes Jahr Erträge bringen. Wichtig sei nur, den Boden fruchtbar und das Laub gut vor Insekten und Krankheiten geschützt zu halten. Der Baum ist auch nicht ganz unempfindlich gegen kalte Winter und Apfelkrebs. Daher wird empfohlen, den Hubbardston auf eine widerstandsfähigere und kräftigere Sorte wie den Northern Spy zu pfropfen.

Unter günstigen Bedingungen sind die Äpfel hell, glatt, gleichmäßig, von guter Größe und Farbe. Die Qualität ist ausgezeichnet als Dessertapfel, für den Küchengebrauch ist sie nur früh in der Saison zu nutzen, weil sie schnell an Säure verliert.

Der Hubbardston kann bis Dezember gelagert werden, danach ist die Haltbarkeit nicht sicher, auch wenn es Äpfel gibt, die sich bis zum Frühjahr in gutem Zustand halten. Er kann ab Oktober gegessen werden und behält seinen Geschmack gut bis Dezember oder Januar, danach verschlechtert sich seine Qualität normalerweise schnell.

Der Hubbardston wurde in Hubbardston, Massachusetts gezüchtet. Bereits 1832 galt er in Ost-Massachusetts als eine der begehrtesten Sorten, die dort angebaut wurden.

Die Äpfel sind mittelgroß bis groß, manchmal sehr groß. Sie haben eine rundlich-eiförmige oder leicht längliche bis rundlich-geneigte oder kegelförmige Form und sind oft undeutlich gerippt. Normalerweise sind die Äpfel einer Ernte ziemlich einheitlich in Größe und Form, aber es gibt eine beträchtliche Variabilität in der Frucht bei Ernten in verschiedenen Jahren und an verschiedenen Orten.

Die manchmal ziemlich glatte, aber häufiger aufgeraute Schale zeigt mit Punkte, Flecken und feine, rotbraune Adern, manchmal sind sie mit einem schwachen Duft bedeckt. Die Farbe ist gelb oder grünlich mit rötlichen Stellen und roten Sprenkeln; das Rot kann von einem matten bräunlichen bis zu einem klaren, leuchtenden Rot variieren und mehr oder weniger mit tiefem Karminrot gezeichnet sein.

Blasse oder rotbraune Punkte sind oft groß und unregelmäßig zu sehen, besonders auffällig auf den roten Flächen. Vorherrschend ist bei stark gefärbten Exemplaren ein attraktives Rot, gemischt mit mehr oder weniger Gelb.

Das weißliche, leicht gelbstichige Fruchtfleisch ist mäßig fest, knackig, ziemlich feinkörnig und zart. Es ist saftig und aromatisch, der süße Saft ist anfangs kräftig im Geschmack, die Säure wird aber milder.

Die Künstlerin:

Ellen Isham Schutt (1873–1955) gehörte wie Mary Daisy Arnold, Deborah Griscom Passmore und Royal Charles Steadman zu den Illustrator*innen beim USDA und arbeitete dort von 1904 bis 1914.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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