AdT: Neusstadt’s Grosser Pepping – more of the same (29.01.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA
Der Albemarle Pippin; @USDA

Heute kann ich es mir einfach machen und auf den gestrigen Eintrag zum Newtown Pippin verweisen. Beim heutigen Apfel des Tages, dem Neustadt’s großer Pepping, handelt es sich um den Yellow Newtown oder Albemarle Pippin. Der nur eine Variante des gestrigen Apfels des Tages ist. Immerhin eine mit einem berühmten Anbauer: Thomas Jefferson, der dritte US-Präsident, pflanzte ihn 1778 auf seinem Landgut Monticello in Virginia.

Der bedeutende Pomologe Theodor Engelbrecht beschreibt ihn in „Deutschlands Apfelsorten“ von 1889 unter dem Namen Neustadt’s gelber Pepping (PDF).

Er hat eine dicke Haut, ist knackig und mäßig saftig; dazu hat er einen angenehmen, milden Zitrusgeschmack, der zwischen süß und herb liegt. Ein Spätsaison-Apfel, der von Januar bis Juni genießbar ist, wenn er richtig gelagert wird.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts war er fast ein Jahrhundert lang ein bedeutender US-Exportschlager nach England.

Die Künstlerin

Deborah Griscom Passmore (1840–1911) war eine der Illustratorinnen des USDA, dort leitete sie die Pomologische Abteilung. Bis heute gilt sie als eine der wichtigen Künstlerinnen in diesem Bereich.

Und sonst:

Interessant finde ich die namentlichen Eingemeindungen: Aus „Newtown“ wird dann einfach „Neustadt“ – und der Apfel ist ein Deutscher. Das war mir ja schon bei der Lothringer Reinette aufgefallen. Die Geschichte der Deutschen Pomologie – das wird sicher auch noch ein interessantes Nebengebiet.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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