AdT: Jefferies – überraschend (18.12.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen Apfels aus zwei Ansichten; USDA

Jefferi(e)s; ©USDA

Beim heutigen Apfel des Tages, der Jefferis, auch Jefferies, Everbearing, Grantham genannt, war ich doch überrascht, denn ich hatte kaum Informationen erwartet. Doch sowohl in Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“ als auch in Tom „Professor Apple“ Burfords Buch „Apples of North America – „192 Exceptional Varieties for Gardeners, Growers, and Cooks“ ist die Sorte zu finden. Er sieht auch sehr gut aus – die Abbildung hat Royal Charles Steadman 1920 im hier häufig auftauchenden Rosslyn im Arlington County, Virginia, angefertigt.

Den Jefferis hatte Isaac Jefferis um 1830 im Chester County, Pennsylvania, gezüchtet. 1848 wurde er auf einer Ausstellung der Pennsylvania Horticultural Society als bester Setzling ausgezeichnet – dort erhielt er seinen offiziellen Namen. Was sicher auch daran lag, daß sich die Sorte als sehr krankheitsresistent erwies und der Apfel eine recht lange Reife-Periode hat.

Die Äpfel sind mittelgroß und rund, auf der Stiel- und der Kelchseite abgeflacht.

Die Schale ist dünn, wodurch der Apfel gegen Druck, aber auch Insekten etwas empfindlich ist. Das klare Wachsgelb wird von einem rötlichen Orange schattiert und mit Streifen abgedeckt; auf der Sonnenseite ist es zudem dunkler. Zahlreiche große Punkte sind ebenfalls zu sehen.

Das gelblich-weiße, sehr saftige Fruchtfleisch ist zart, knackig und leicht säuerlich. Und je nach Reifedauer macht sich ein leichter Birnen-Geschmack bemerkbar.

Im Norden ist es ein Herbstapfel, im Süden dagegen ein Spätsommerapfel. Die Früchte reifen über mehrere Wochen. Der Baum ist nicht sehr produktiv, hat aber eine gute Resistenz gegen Schorfbildung und Mehltau.

In den 1920er Jahren hatte die noch heute existierende Versand-Baumschule Stark Bro’s eine vom Jefferis abstammende rote Variante als Jefferis Red im Programm, der seinen Ursprung in Montana hatte.

Der Künstler

Der 1875 geborene Royal Charles Steadman gehörte wie Ellen Isham Schutt (1873–1955), Mary Daisy Arnold (ca. 1873–1955) und Deborah Griscom Passmore (1840–1911) zu den Illustrator*innen beim USDA und arbeitete dort seit 1915 als „pomological artist“. Er ist mit 892 Dokumenten in der pomologischen Aquarellsammlung verzeichnet.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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