AdT: Kleiner Api (20.10.2018)

Historische Abbildung eines kleinen roten Apfels, darunter stehend fünf verschiedene Namen;  BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Der Kleine Api; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages, der Kleine Api, ist eine sehr alte Sorte, die in Frankreich bereits im 17. Jahrhundert als Pomme d’Api beschrieben wurde. Rudolf Stoll (1847-1913), aus dessem Buch „Österreichisch-Ungarischer Pomologie“ die Abbildung stammt, zählt noch lokale Bezeichnungen wie das Wiener Pontaferl, das pfälzische Bombdinchen und das Tiroler Krieppele auf.

Der meist sehr kleine Apfel ist unverkennbar plattrund und zeigt breite, aber nur schwach ausgeprägte Erhabenheiten. Solche zeigt der hier schon besprochene Stern-Api sehr viel ausgeprägter.

Die feine, glatte und glänzende Schale ist selten geschmeidig. Die blaß-strohgelbe Grundfarbe wird auf der Sonnenseite von einem leuchtenden Karminrot überdeckt. Wenn etwas aufliegt, schneidet es die Röte ab, beschattete Früchte zeigen nur ein sehr leichtes Rot. Es gibt feine Punkte, die im Rot hellgelb sind. Rostflecke sind nicht selten.

Das weiße, unter der Schale etwas grünliche Fruchtfleisch ist fest und fast hart. Der reichlich vorhandene Saft hat einen süßlichen, erfrischenden Geschmack.

Die Früchte reifen gegen Weihnachten und halten bis ins Frühjahr. Nach dem Frost, den die Äpfel gut vertragen, sollen sie sogar noch leckerer sein, sie wurden in England sehr gern als Tafeläpfel gegessen. Wegen des festen Fruchtfleisches und ihres schönen Aussehens wurden sie, wie Stoll berichtet, in Wien gern als Weihnachtsschmuck gekauft und erzielten dabei auf dem Markt sehr hohe Preise.

Und wie der Sommer-Veilchenapfel eignet sich auch der Kleine Api zum als Topfobstbaum. Selbst als kleines Bäumchen kann er bis zu 100 (kleine) Früchte tragen, was auf einem größeren Eßtisch eine sehr hübsche Dekoration darstellt.

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