AdT: Rothe Calville (25.12.2018)

Historische Abbildung eines roten Apfels am Zweig mit Blatt und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Roter Herbstkalvill; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist der Rote Herbstkalvill. Es ist eine sehr alte französische Sorte, die bereits im 17. Jahrhundert bekannt war. Die Abbildung stammt aus Christian Eduard Langethals (1806-1878) Deutschem Obstcabinet, er ordnet sie als Frucht II. Ranges ein. Im 19. Jahrhundert war die Sorte in Mitteleuropa sehr verbreitet, heutzutage ist sie selten.

Die glatte Schale ist in der Grundfarbe gelb, dies ist allerdings nur bei beschatteten Früchten sichtbar. Im Allgemeinen ist die Schale völlig von einem dunklen Karminrot bedeckt. Weißliche feine Punkte sind zahlreich zu sehen. Spätestens mit dem Lagern wird die Schale fettig.

Das weiße Fruchtfleisch ist unter der Schale rosenrot gefärbt, was durchaus sehr weit zum Kerngehäuse reichen kann. Das führt dazu, daß auch Apfelsaft von dieser Sorte eine rötliche Färbung annehmen kann. Das Fruchtfleisch ist locker, saftreich und aromatisch, dabei säuerlich und hat einen schwachen Himbeer-Geruch.

Die für die Kalvillen typischen Rippen sind sehr stark ausgeprägt. Wie man an der Abbildung sehen kann, kommt es durch das recht große Kerngehäuse bei wenigen Kernen zu Klapperäpfeln.

Gepflückt wird der Apfel gegen Ende September, die Genußreife beginnt im Oktober und kann bis Weihnachten reichen, später wird das Fleisch trocken und mehlig.

Der schnell wachsende Baum wird groß, bildet eine umfangreiche Krone und ist sehr fruchtbar. Allerdings ist der Baum auch recht krankheitsanfällig.

Der Edelkönig, den wir hier schon im Juni hatten, ist eine Variante, die sich nur durch die eiförmigere Form, die weniger stark ausgeprägten Rippen und den fast aufsitzenden Kelch sowie durch die geringere Haltbarkeit unterscheidet.

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