AdT: Neuer Berner Rosenapfel (22.06.2022)

Historische Abbildung eines roten und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo
Neuer Berner Rosenapfel; © BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist der Neue Berner Rosenapfel, die Abbildung stammt aus den Pomologischen Monatsheften, die 1855 von den Pomologen Eduard Lucas (1816-1882) und Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880) als „Monatsschrift für Pomologie und praktischen Obstbau“ (1855-1865) gegründet wurden. Sie hieß später „Illustrierte Monatshefte für Obst- und Weinbau“ (1865-1874), eben „Pomologische Monatshefte“ (1875-1905) und „Deutsche Obstbauzeitung“ (1906-1922).

Beim BUND Lemgo gibt es noch weitere schöne Abbildungen.

Um 1870 fanden ein F. Baumann und Adolf Daepp auf dem Grundstück der Familie Baumann in Oppligen im Schweizer Kanton Bern einen Zufallssämling.

1888 brachte der Baum die ersten Äpfel, die noch heute existierende Baumschule Daepp veredelte die Sorte und brachte sie als „Neuer Berner Rosen Apfel“ in der Schweiz und in Deutschland auf den Markt. 1895 und 1896 gab es für die Sorte bei Ausstellungen in Bern und Kassel Auszeichnungen.

Fünf Generationen und über 130 Jahre später ist der Berner Rosenapfel eine der beliebtesten Gartenapfelsorten im Kanton Bern und in der Schweiz.

Die Schale der kleinen bis mittelgroßen, rundlich bis hochgebauten Äpfel ist in der Grundfarbe grün-gelb, karminrot überdeckt und lila bereift.

Das sehr saftige Fruchtfleisch ist  leicht süßlich und hat eine frische Säure. Ab Ende September sind die Äpfel reif und können als Tafel- und als Wirtschaftsapfel verwendet werden, besonders zum Mosten eignen sie sich gut. Da ist es dann auch unerheblich, daß die Äpfel in der Größe sehr unterschiedlich sein können. Sie halten sich bis Ende Januar.

Da der Baum gegen Frost auch in der Blütezeit recht unempfindlich ist, kann er auch in Höhenlagen gepflanzt werden. Er bringt schon früh reichliche Erträge, allerdings muß, wenn er gehandelt werden soll, wegen der unterschiedlichen Größen der Äpfel viel aussortiert werden.

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