AdT: American Blush – Doppelganger (04.07.2018)

American blush newton usda

American Blush, 1906 im Monroe County, New York, von A. A. Newton gefunden; ©USDA

Beim heutigen Apfel des Tages könnte ich es mir leicht machen und auf den Hubbardston Non(e)such verweisen. Denn das ist eines der Synonyme des American Blush, andere sind

John May, Old Town Pippin, Nonsuch, Nonesuch, Van Fleet, Hubbardson’s Nonsuch, Farmer’s Profit, Red Winter Nonsuch

Aber mit der Anzahl der Einträge ist ja auch das Wissen um Quellen gewachsen, und daher habe ich mal wieder in Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“ geschaut. Ein Blick in den Hubbardston-Beitrag könnte sich aber auch lohnen.

Die Sorte entstand vor 1800 in, wie der Name schon verrät, Hubbardston, Massachusetts. Er wurde von einigen Baumschulen im Süden verkauft, ohne daß sie Beschreibungen in ihren Katalogen aufgeführt hätten.

Im Bundesstaat New York wurde er um 1900 für seine Eßqualität und seine gute Verkaufbarkeit sehr gelobt. Im Süden fielen die Früchte allerdings oft vorzeitig ab. Wie wir es ja auch schon bei einigen anderen Äpfeln, wie dem Holländischen Küchenapfel, gesehen hatten, reagieren manche Sorten extrem auf unterschiedliche Bedingungen. Beim Hubbardston, so Calhoun, erschwert diese Variabilität auch die Identifikation.

Die Äpfel sind groß, länglich-rund und zum Kelchende hin sich verjüngend. Die glatte Schale ist rot, zum Teil als matt-bräunliche Flecke, zum Teil aber auch als ein helles Rot; dazu wird es von unregelmäßigen, tiefroten Streifen überlagert. Rauhe Punkte und Rostflecken treten öfter auf.

Das gelbliche Fruchtfleisch ist saftig und eher feinkörnig. Es hat einen aromatischen, zarten Geschmack, der von leicht säuerlich bis süß reichen kann.

Der Apfel reift im September.

Die Künstlerin

Amanda Almira Newton (ca. 1860-1943) arbeitete von 1896 bis 1928 als Illustratorin für das USDA. Sie war eine der produktivsten Mitarbeiter*innen (von denen es über 50 gab), mehr als 1.200 Aquarelle sind in der Sammlung erhalten. Außerdem hat sie rund 300 Wachsmodelle von Früchten hergestellt. Die Illustrationen und Wachsmodelle sollten vor allem den Obstbauern als Anschauungsmaterial dienen, die in den USA gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Plantagenbetrieb begannen.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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