AdT: Brühler Grüner Kurzstiefel – ein Apfel aus der Umgebung (12.02.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen Apfels; BUND Lemgo

Der Brühler Kurzstiel, von Johann Freiherr von Aehrenthal; ©BUND Lemgo

Nicht, daß ich es für unmöglich hielte, es könne auch „Stiefel-Äpfel“ geben. Aber der heutige ist dann doch der Brühler Grüne Kurzstiel (oder Brühler Kurzstiel). Der Winterapfel wird von Eduard Lucas im Illustrierten Handbuch der Obstkunde von 1875 ausführlich beschrieben.

Das Brühl im Namen bezieht sich tatsächlich auf den Ort zwischen Köln und Bonn – zu Lucas’ Zeit noch „zwei Stunden von Cöln“. Damals war über den Apfel wenig bekannt, Lucas erwähnt den Begründer der Pomologie, August Friedrich Adrian Diel (1756-1839), der in seinem 1828 erschienenen 5. Bändchen über Kernobstsorten (S. 111, PDF S. 117) den Ursprung in den Niederlanden vermutete.

Die Schale habe keinen Geruch, das Fleisch gelblichweiß, fein,

„wenig saftreich, von angenehmem, gewürzten Zuckergeschmack, der nach Diel etwas Birnartiges hat.“

– sollte Lucas ihn gar nicht probiert haben?

Im November reif, hält er sich bis in den März, verliert dabei aber etwas Saft und welkt ein wenig.

Und sonst:

Der Schloßpark Brühl steht in diesem Jahr auf der Ausflugsliste. Vermutlich werden wir dort keinen Kurzstiel probieren können, aber an Parkanlagen herrscht hier auch großes Interesse.

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