AdT: Luykenapfel (13.01.2022)

Historische Abbildung zweier roter, eines aufgeschnittenen Apfels und der Kerne; Bund Lemgo
Der Luykenapfel; ©BUND Lemgo

Die heutige Abbildung eines Luykenapfels stammt aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878). Die Sorte selbst hatten wir schon als Luikenapfel.

Deshalb verweise ich gern auf den ausführlicheren früheren Beitrag und auf die schöne Abbildungsübersicht beim BUND Lemgo.

Und füge hier nur die Bemerkungen ein, die Langethal im Obstcabinet zu dem zu den platten Streiflingen gehörenden Apfel notiert hat.

Der Luykenapfel, auch Neureutlinger oder Pfullinger genannt, hat etwa die Größe eines edeln Borsdorfers und das Colorit der gestreiften Reinette, besitzt ein feines, weißes, unter der Schale mit einem rosenrothen Schimmer begabtes Fleisch, hat einen angenehmen, süßweinsäuerlichen, himbeerartigen Geschmack und zeitigt im October, von welcher Zeit er sich bis in den Januar hält.

Es empfiehlt sich diese Apfelart durch ihre sehr späte Blüthe, weshalb sie als Feldapfel fast jährlich trägt, auch in jeder Bodenart fortkommt und besonders für rauhere Gegenden sich eignet. Der Baum wird groß und alt, feine schlanke Aeste bilden eine kugelförmige Krone; sein Wachsthum ist rasch.

Und sonst:

Zum 12. Mal wird gerade der „Tag des Deutschen Apfels“ promotet. Und weil dieses Obst so vielseitig ist, wird aus dem Tag eine Woche: Vom 10.–14. Januar gibt es wieder Aktionen, mehrere kurze Clips und natürlich Informationen rund um den Apfel. Z.B., daß die meisten Apfelliebhaber*innen in NRW leben, dort würden 20,8% aller Äpfel gekauft; gefolgt vom Nordwesten Deutschlands mit 16,8% und Bayern mit 14,8%. Das könnte natürlich auch daran liegen, daß NRW das bevölkerungsreichste Bundesland ist … Das Thema „Alte Sorten“ steht da nicht im Fokus.

Und beim Gang auf den Markt fanden sich bei heute u.a. die mir bisher unbekannte Apfelsorte Titan und eine „Alexander Lucas„-Birne. Ich bin ja nicht der große Birnen-Freund, aber die alte Sorte fand ich doch ganz lecker.

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