AdT: Englische Königsparmäne. Und die „111“ (21.04.2018)

Historische Abbildung eines rot-grünlichen Apfels; ©Verlag Hermann Schmidt
Die Englische Königsparmäne,
aus dem Kalender „An Apple a Day“, mit frdl. Genehmigung des Verlags Hermann Schmidt

Die Kalender-Abbildung des heutigen Apfel des Tages stammt aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878). Zu sehen ist die reife Englische Königsparmäne, die zu den roten Reinetten gehört. 1836 erstmals beschrieben, ist die Sorte auch als Royal Pearmain bekannt.

Die Form des Apfel schein zu variieren – „bald rundlich, bald hochgebaut“. In der länglichen Form ähnelt der Apfel der Karmeliter-Reinette, die Königsparmöne hat allerdings eine deutliich größere und tiefere Kelchsenkung (um mal wieder einen neuen Fachbegriff einzuführen).

Die zarte Schale ist beim Pflücken hellgrün und von roten, verwaschenen Streifen überzogen. Während des Reifens wandelt sich die Grundfarbe zum Teil in Zitronengelb, das Grün bleibt aber präsent; die roten Streifen behalten den leicht verwaschenen Charakter. Feine graue Punkt verteilen sich über den gesamten Apfel, fallen allerdings nicht besonders auf.

Das Fruchtfleisch ist laut Langethal grüngelb, und der Geschmack scheint sehr vom Standort abhängig zu sein. Johann Georg Dittrich (1783-1842) nennt ihn „gewürzhaft, doch einschneidend“ (was ich mit „sauer“ übersetzen würde); andere Pomologen beschreiben ihn als sehr zuckrig und ohne Säure. Pomologe Eduard Lucas (1816-1882) beschreibt das Fleisch als weiß, Dittrich, Franz Jahn (1806-1867) und andere sehen gerade im Grüngelb eine Charakteristik des Apfels. Was Langethal in seiner Annahme bestärkt, daß der Baum auf unterschiedlichen Böden sehr stark variiert.

Genußreif ist die Englische Königsparmäne im November, gelagert werden kann sie bis ins Frühjahr hinein. Er gilt als sehr guter Tafel- und Wirtschaftsapfel, der Baum wächst an sonnigen Standorten mittelstark und wird noch heute in Baumschulen verkauft.

Und sonst:

Dies ist der 111. Blog-Beitrag. In Köln eine irgendwie gute Zahl. Und habe mir gerade in Textexpander einen neuen Textbaustein gebastelt, um mit einer kurzen Buchstabenkombination das in Klammern gesetzte aktuelle Datum zu erzeugen, das ich immer für die Titel benötige. Nennt mich Nerd, aber mir hilft es (mal ganz abgesehen von den immer wieder benötigten Pomologen, die ich mit Lebensdaten und Verlinkung ruckzuck in den Text einfügen kann).

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