AdT: Newtown Pippin – same same, not different. Aber eine Handvoll Infos mehr (15.05.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-grünen Apfels; USDA
Der (Grüne) Newton Pippin; ©USDA

Heute können wir mit dem Apfel des Tages und dem vom 28.01.2018 das beliebte „Finde die Unterschiede“ spielen. Praktischerweise stammen beide Kalenderabbildungen von Ellen Isham Schutt, aus dem selben Jahr und aus dem selben Ort (Watsonville im Santa Cruz County, Kalifornien).

Aber seit dem ersten Newtown habe ich mir ja noch Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“ zugelegt. Und natürlich kann er noch etwas mehr berichten.

Es gibt zwei Newtown Pippins: den Gelben und den Grünen. Beide sind miteinander verwandt, wer von wem anstammt, läßt sich aber nicht mehr feststellen. Unsere Sorte ist, wie unschwer zu erkennen, der Grüne. Beide Sorten wurden erstmals 1817 vom Pomologen (und Politiker) William Coxe Jr. (1762-1831) beschrieben. Der ursprüngliche „Newtown Pippin“-Baum stand auf der Farm der Familie Moore in der Nähe von Newtown Village, Long Island, New York. Die Überlieferung sagt, dass dieser Baum aus England stammt und um 1666 von dem ersten Mitglied der Moore-Familie in Amerika gepflanzt wurde. Er stand bis 1805.

Durch Benjamin Franklin, der von 1757–1762 und von 1765–1775 in London lebte, wurde die Sorte dort bekannt und beliebt – in den 1770er Jahren blühte der Export aus den USA nach England. Britische Zuchtversuche scheiterten am Boden und Klima.

Der ausgezeichnete Geschmack wurde durch Zufall entdeckt. Zunächst hatte man den Apfel direkt nach dem Pflücken probiert und für nicht besonders aromatisch befunden. Daher wanderte er in die Apfelwein-Produktion. Als John Creech, der eine Baumschule in Kentucky besaß, in seinem Keller im Frühjahr einige dort vergessene Newtowns fand und sie probierte, war er begeistert. Seitdem wurden die Äpfel erst einmal gelagert.

Die Frucht ist mittel bis groß. Die recht zähe Schale ist glatt oder leicht angeraut, bei der Ernte grasgrün, wird aber viel gelber, wenn sie gelagert wird, und weist rötliche Punkte auf.

Das gelbliche oder grünstichige Fruchtfleisch ist fest, knackig und zart (?), eher feinkörnig, saftig, aromatisch und leicht säuerlich. Die Genußreife beginnt im Oktober, er kann bis Februar und darüber hinaus gelagert werden.

Die Künstlerin:

Ellen Isham Schutt (1873–1955) gehörte wie Mary Daisy Arnold, Deborah Griscom Passmore und Royal Charles Steadman zu den Illustrator*innen beim USDA und arbeitete dort von 1904 bis 1914.

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© U.S. Department of Agriculture Pomological Watercolor Collection. Rare and Special Collections, National Agricultural Library, Beltsville, MD 20705

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