AdT: Rother Sommerrosen – und ein netter Bericht (26.06.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-roten Apfels

Der Rote Sommer-Rosenapfel

Den heutigen schönen Apfel des Tages, den Roten Sommer-Rosenapfel, hat Johann Lexa von Aehrenthal (1777-1845) im 1. Band seiner „Deutsche Kernobstsorten“ (PDF, S. 207f, erschienen 1833) abgebildet und beschrieben.

Der Apfel ist meist etwas kugelförmig, zum Kelch hin stumpf zugespitzt, kann aber auch fast plattrund aussehen. Am Kelch gibt es feine Rippen, die sich am oberen Rand wie bei den Kalvillen stark abheben

Die Grundfarbe der sehr dünnen, beim Reifen etwas zäh-fettig werdenden Schale ist ein blasses, weißliches Grün, das beim Reifen zu einem schönen Gelb wird. Das sieht man allerdings nur auf der beschatteten Seite, besonnte Früchte zeigen sich fast vollständig in einem schönen Karminrot, das leicht verwaschen ist. Bei wenig Sonne ist es nur marmoriert, die Grundfarbe kommt dann stellenweise durch, wie es ja auch auf der Kalenderabbildung zu sehen ist. Es gibt nur wenige, feine weißgraue Punkte. Die Schale duftet angenehm violenartig und welkt nicht.

Das locker-weiche Fruchtfleisch ist weiß, an Bruchstellen „wie Schnee glänzend“. Der Apfel ist nicht saftreich, hat aber einen angenehmen, süßen weinsäuerlichen Geschmack, dazu kommt eine Rosennote.

Der Apfel reift im frühen September, hält sich laut Lexa aber nur bis in den November. Christian Eduard Langethal (1806-1878) gibt in seinem Deutschen Obstcabinett dagegen eine Haltbarkeit bis Dezember und darüber hinaus an. Für Lexa ist er (nur) vom zweiten Rang.

Und sonst:

Bei Faszination Wissen vom BR gibt es einen kurzen, aber schönen Bericht über Georg Loferer, der im Auftrag der Regierung von Oberbayern durch die Region reist und außergewöhnliche Äpfel begutachtet, die ihm von Landwirten gemeldet werden. Der hier schon besprochene Weiße Winterkalvill kommt auch vor!

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