AdT: Sondersgleichen von Hubardston (19.01.2018)

Illustrierte Abbildung eines roten Apfels mit Stiel und Blättern
Der Hubbardston Non(e)such, ©Public Domain

1832 wurde der heutige Apfel des Tages zum ersten Mal in Hubbardston, Massachusetts, erwähnt, weshalb er im Orignial Hubbardston Non(e)such heißt. Im 19. Jahrhundert war er recht verbreitet, heute ist der Baum eher von Liebhabern gefragt, wie von der Salt Spring Apple Company berichtet wird (nein, das ist kein Riesenunternehmen).

Der Hubbardston gehört zu den Roten Reinetten, Theodor Engelbrechts (1813-1892) Beschreibung klingt besonders wegen eines Ausdrucks interessant:

Fleisch helbgelblichweiss, fein, abknackend (!), später mürbe, saftvoll, etwas, doch nicht stark gewürzt, fein weinig, vorherrschend süss

Die Süße setzt sich mit zunehmender Reife durch, der Apfel ist von November bis Februar verzehrbar.

Adam, der in Massachusetts lebt und seit Jahren einen Apfelblog pflegt, beschreibt in seinem Blog beim Nonesuch dazu eine nussige Note – das erste Mal, daß ich von diesem Geschmacksanteil bei Äpfeln höre.

Und sonst:

Die Abbildung stammt heute mal aus einer neuen Quelle: The Canadian Horticulturist, eine monatlich erscheinende Zeitschrift, der Apfel des Tages stammt aus einer Ausgabe aus dem Jahr 1892. Der Scan wurde erfreulicherweise durch die Universität Toronto öffentlich zugänglich gemacht. Das Thema Public Domain und die unterschiedlichen „Kulturen“ hatte ich ja bereits.

Und ich finde es interessant, daß sich doch viele Menschen Gedanken um alte Sorten machen und sie sogar züchten. Die Quantifizierung „viele“ könnte aber auch ein Ergebnis meiner neuen kleinen Filterblase sein.

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