AdT: Gelber Edelapfel (01.04.2022)

Historische Abbildung eines gelben und eines aufgeschnittenen Apfels sowie der Blütenteile; BUND Lemgo
Gelber Edelapfel; © BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist der Gelbe Edelapfel, die Abbildung stammt aus Wilhelm Lauches Deutscher Pomologie, die von 1879 bis 1884 in 6 Bänden erschien.

Lauche (1827-1883) war Gärtner, Dendrologe und Pomologe, seine Beschreibung des heutigen Apfels findet sich im umfangreichen Angebot der Wageningen University & Research.

Er beginnt mit der Herkunft der Sorte, die in England aus Samen entstand und in einem alten Obstgarten zu Downham in der Grafschaft Norfolk zufällig aufgefunden wurde. Er hieß und heißt dort Golden Noble. Und wem das bekannt vorkommt: Richtig, den Golden Noble hatte ich schon mal besprochen, daher bitte hier entlang.

Ich füge hier aber noch Lauches etwas ausführlichere Informationen zur Schale und zum Geschmack hinzu:

Die feine, glatte Schale ist geschmeidig und glänzend, wenn sie abgerieben wird. Die Grundfarbe bei der Ernte ist Grüngelb, beim Lagern wird sie kräftig zitronengelb und vollständig einfarbig; es gibt nur wenige rotbraune, weißlich umflossene Schalenpunkte, selten mit Rost.

Das weißlich-gelbe Fruchtfleisch ist feinzellig, saftig, mürbe, und hat einen angenehmem, süß-weinsäuerlichen Geschmack mit einer Gewürznote.

Er ist eine gute Wirtschaftsfrucht, aber auch ein guter Tafelapfel und wurde von Lauche „als schöne Marktfrucht“ empfohlen. Die Reife beginnt im Oktober, er hält bis Januar.

Da der Baum nicht empfindlich sei und in jedem Boden, selbst in rauheren Lagen noch recht gut wächst, empfahl Lauche ihn besonders an Straßen und in offenen Obstanlagen.

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