Der heutige Apfel des Tages ist der Frau Margarete von Stosch (nicht „Storch“), die Abbildung stammt aus Unsere besten Deutschen Obstsorten. In der Obstsortendatenbank des BUND Lemgo gibt es nur diese eine Abbildung, immerhin aber auch eine Beschreibung (PDF) dieser Sorte.
Der heutige Apfel des Tages ist der Lord Grosvenor, die schöne Abbildung stammt aus der zwischen 1905 bis 1930 erschienenen Loseblattsammlung Deutschlands Obstsorten, die immer wieder mit wirklich schönen Abbildungen aufwartet.
In der Obstsortendatenbank des BUND Lemgo gibt es einige ältere Abbildungen, aber auch Fotos neueren Datums – die Sorte findet sich auch heute noch recht oft.
Der Lord Grosvenor entstand um 1872 in England, es wird angenommen, daß es sich um eine damals neue Sorte handelt. Um 1880 kam sie nach Deutschland, wo sie bald große Verbreitung fand. Ein Grund könnten die großen Erträge gewesen sein.
Nun, einen unbekannten Apfel des Tages hatte ich auch schon eine Weile nicht mehr zu vermelden. Mit dem Oregon Champion ist es heute wieder so weit. Nichts in Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“, nichts in Tom „Professor Apple“ Burfords Buch „Apples of North America – 192 Exceptional Varieties for Gardeners, Growers, and Cooks“, nichts in den Apples of New York. und auch nichts in der Datenbank vom Pomiferous. Und selbst in der List of fruit varieties von Benjamin Buckman, in der sich sonst fast alles an seltenen Apfelsorten findet: kein Hinweis. Aber immerhin eine schöne Abbildung, die Deborah Griscom Passmore 1895 von dem Exemplar aus Ottawa im Franklin County, Kansas, angefertigt hatte. „AdT: Oregon Champion und ein Kinderbuch (23.05.2022)“ weiterlesen
Der heutige Apfel des Tages ist der Ausbacher Roter, die Abbildung stammt aus der zwischen 1905 bis 1930 erschienenen Loseblattsammlung „Deutschlands Obstsorten“, die immer wieder mit wirklich schönen Illustrationen aufwartet. Die Sorte wird auch als Roter Ausbacher (Apfel) oder Rotapfel geführt.
Es ist eine hessische Lokalsorte, die noch heute im Gebiet um Hohenroda in der Rhön zu finden ist. Die Sorte wurde um 1870 erstmals in der Gemeinde Ausbach entdeckt, die Bäume sollen damals schon um die 100 Jahre alt gewesen sein. Meist wird als Herkunft der Schloßgarten von Philippsthal angegeben, eine Mindermeinung (um mal den abgebrochenen Juristen heraushängen zu lassen) nimmt an, daß die Sorte mit Hugenotten aus Frankreich nach Hessen kam. „AdT: Ausbacher Roter (22.05.2022)“ weiterlesen
Der heutige Apfel des Tages ist in Deutschland als Sternapfel oder Sternapi bekannt. Und ist mal ganz was anderes. Die Überschrift im Schweizer Wochenspiegel drückt es unmißverständlich aus: „Der Apfel sieht besser aus, als er schmeckt“. Aber einer so alten Apfelsorte verzeiht man das: Angeblich stammt dieser Apfel aus der Römerzeit! „AdT: Api Étoilé – mehr Schein als … (20.05.2022)“ weiterlesen
Der heutige Apfel des Tages ist der Weiße Astrachan, die Abbildung stammt aus dem Band Unsere besten Deutschen Obstsorten, der 1929 in der 6. Auflage erschien. Die Sorte war in Deutschland recht bekannt, die Abbildungen beim BUND Lemgo sind eine Augenfreude.
Der Apfel stammt, wie sein Name schon vermuten läßt, aus Rußland und fand selbst in Skandinavien Verbreitung. Er wurde als früh im Jahr reifer Apfel sehr geschätzt, Eduard Lucas (1816-1882) nennt ihn 1867 einen guten Tafel- und sehr guten Wirtschaftsapfel. Um 1930 war, wie es in „Unsere besten Deutschen Obstsorten“ heißt, der Anbau in Deutschland allerdings schon rückgängig, da andere Sorten deutlich besser waren – z.B. der Weiße Klarapfel. „AdT: Weißer Astrachan (19.05.2022)“ weiterlesen
Der heutige Apfel des Tages ist The Queen, die sehr schöne Abbildung stammt aus dem 1892 erschienenen Band 38 der Pomologischen Monatshefte (S. 101). Diese wurden 1855 von den Pomologen Eduard Lucas (1816-1882) und Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880) als „Monatsschrift für Pomologie und praktischen Obstbau“ (1855-1865) gegründet. Sie hießen später „Illustrierte Monatshefte für Obst- und Weinbau“ (1865-1874), eben „Pomologische Monatshefte“ (1875-1905) und „Deutsche Obstbauzeitung“ (1906-1922).
Zum Apfel gibt es auch eine ausführliche Beschreibung, die der in Baden-Baden lebende Großherzogliche Hofgärtner G. H. Fießer geschrieben hatte.