
Gravensteiner; © BUND Lemgo
Der heutige Apfel des Tages ist der Gravensteiner, die Abbildung stammt aus der zwischen 1905 bis 1930 erschienenen Loseblattsammlung „Deutschlands Obstsorten“, die immer wieder mit wirklich schönen Illustrationen aufwartet. In Deutschland wurde er viel angebaut, was die zahlreichen Abbildungen in der Obstsortendatenbank des BUND Lemgo belegen.
Während es hier im Blog ja einige Sorten gibt, über die ich kaum etwas herausfinden konnte, ist der Gravensteiner eher aus der Abteilung „tl;dr“ = „Too long; didn’t read“. Was auch kein Wunder ist, denn dieser Zufallssämling ist schon seit mindestens 1669 in Dänemark (wo er „Gråsten“ heißt) und Norddeutschland bekannt. Die Entstehungsgeschichte ist unklar, es gibt unterschiedliche Versionen. Die wohlschmeckende Sorte fand in Europa von Norwegen bis Südtirol, in Kanada und Kalifornien in verschiedenen Spielarten große Verbreitung. Es gibt zahlreiche Synonyme, u.a. Blumencalvill, Ernteapfel, Sabine of the Flemmings und Sommerkönig.
„AdT: Gravensteiner – tl;dr (26.06.2022)“ weiterlesen









