AdT: Deutscher Schlotterapfel – einer von vielen (22.09.2018)

Historische Abbildung zweier gelblich-rötlicher Äpfel; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Der Deutsche Schlotterapfel (o.) und der Gestreifte Schweizerapfel – beide schlottern; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages, der Deutsche Schlotterapfel, findet sich in der
Pomona Franconica von Johann Prokop Mayer (1737-1804). Der darunter zu sehende Gestreifte Schweizerapfel gehört ebenfalls zu den Schlotteräpfeln, von denen wir schon weitere hatten: der Gestreifte Schlotterapfel, der Französische Klapperapfel, der Rote Zitzenapfel und der Foxley Russian Apple.
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AdT: Northwestern Greening – ein Harter (21.09.2018)

Historische Abbildung eines gelben und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Northwestern Greening; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages ist der Northwestern Greening. Elsie Lower hat ihn 1904 im Des Moines County, Iowa, gefunden. Eine Beschreibung findet sich in den Apples of New York, was nicht verwunderlich ist: Der Name verrät schon, daß die Sorte im nördlichen Teilen des amerikanischen Apfelgürtels beheimatet ist, wo sehr winterharte Bäume gefragt sind.

Der Northwestern wird jedenfalls – für einen grünen oder gelblichen Apfel – als farblich attraktiv eingestuft. Es scheint, daß schon damals die Roten auf dem Vormarsch waren. Für den Verkauf wird gleich zu Anfang das Problem der variablen Größe und uneinheitlichen Form angesprochen, woran auch wieder zu erkennen ist, daß die Apples of New York ein wirtschaftlich ausgerichtetes Buch für Obstbauern ist.
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AdT: Pomme de Cosenza – der Köstlichste (20.09.2018)

Historische Abbildung eines grün-roten Apfels;  BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Pomme de Cosenza; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages, der Pomme De Cosenza, stammt aus Südtirol und wurde erstmals 1856 von Eduard Lucas (1816-1882) in den Pomologischen Monatsheften beschrieben. Die Abbildung zeigt die für Rudolf Stoll (1847-1913) typischen mehrsprachigen Bezeichnungen aus der „Österreichisch-Ungarischen Pomologie“. Er wird dort auch Cossensa oder Mela Lazeruola genannt*.
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AdT: Hans Ulrichs Apfel (19.09.2018)

Historische Abbildung zweier gelb-rötlicher und eines aufgeschnittenen Apfels sowie eines Zweigs und Blättern;  BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Hans Ulrichs Apfel; ©BUND Lemgo

Heute haben wir mit dem Hans-Ulrich-Apfel mal wieder eine Schweizer Sorte, die Abbildung stammt unverkennbar aus Jakob Gustav Pfau-Schellenbergs (1815-1881) „100 alte Apfel- und Birnensorten“. Diese haben doch einen sehr eigenen Stil, der mir sehr gefällt. Die Tafeln wirken natürlich auch schon deswegen besonders, weil das Buch im Querformat gedruckt wurde und eine andere Anordnung als im klassischen Hochformat möglich war.
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AdT: Red Astrachan – noch so ein Weitgereister (18.09.2018)

Historische Abbildung eines grünlich-roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Red Astrachan; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages, der Red Astrachan, ist ein weiterer aus der Abteilung „From Russia with love“. Um 1870 wurden einige Sorten aus Rußland in die USA importiert, um zu testen, ob sie für das kältere Klima im Norden geeignet sind. Dabei waren auch der Livland, der Yellow Transparent oder der Alexander. In den USA kannte man ihn auch als „Abe Lincoln“, „American Red“ oder „Waterloo“. Gezeichnet hat ihn Amanda Newton 1909 in Richmond, Virginia.
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AdT: Pilot – in West und Ost (17.09.2018)

Historische Abbildung eines roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der (Virginia) Pilot; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages, der Pilot, war auch als Virginia Pilot bekannt. Die Abbildung hat Deborah Passmore 1903 in Franktown im Washoe County, Nevada, angefertigt. Und Dank der südlichen Herkunft finden sich Informationen in Creighton Lee Calhouns „Old Southern Apples“. Es ist ein Sämling aus Nelson County, Virginia, der Baum ist winterhart und die Äpfel eignen sich als Tafel- und Wirtschaftsäpfel.
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AdT: Ernteapfel – oder doch nicht? (16.09.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen Apfels mit Stiel und Blatt; BUND Lemgo Obstsortendatenbank
Charlamowski; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages gibt mir ein Rätsel auf. Die – sehr schöne – Abbildung stammt aus Johann Lexa von Aehrenthals (1777-1845) 2. Band seiner „Deutsche Kernobstsorten“ (PDF, S. 92ff, erschienen 1837), wird dort aber nicht als Ernteapfel, sondern als Charlamowski aufgeführt, als Synonym taucht der Ernteapfel in Aehrenthals Beschreibung nicht auf*.
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AdT: Christ’s Großer Faros – Marketing ist alles (15.09.2018)

Historische Abbildung zweier roter und zweier aufgeschnittener Äpfel; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Christs Großer Faros; ©BUND Lemgo

Die Abbildung zum heutigen Apfel des Tages, Christ’s Großer Faros, stammt aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878). Und ich mache es mal nicht so spannend: Ja, einen Faros hatten wir schon, nämlich den Großen Faros. Bei dem gab es schon viel Verwirrung wegen möglicher Ähnlichkeiten oder Eigenheiten, die die pomologische Welt entzweite. Auf den Beitrag verweisend, kürze ich heute ab und zitiere einfach aus Langethals Schlußwort:
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AdT: Christ’s Gelbe Reinette (13.09.2018)

Historische Abbildung zweier gelblich-grüntlicher und eines aufgeschnittenen Apfels; dazu ein Zweig und Blätter; BUND Lemgo Obstsortendatenbank

Christ’s Gelbe Reinette; ©BUND Lemgo

Heute freue ich mich mal wieder über eine Kalenderabbildung aus Jakob Gustav Pfau-Schellenbergs (1815-1881) schönem Band „100 alte Apfel- und Birnensorten“. Der heutige Apfel des Tages ist Christ’s Gelbe Reinette, auch Späte Gelbe Reinette. Die Herkunft ist nicht sicher, Johann Georg Dittrich (1783-1842) nennt Brüssel. In der Schweiz war sie zu Pfau-Schellenbergs Zeit eine der besten alten und eine sehr verbreitete Sorte, die sich auch gegen neuere Sorten behaupten konnte.
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