AdT: Ledyard – Künstler statt Apfel … (20.04.2018)

Historische Abbildung zweier rot-oranger Äpfel und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der einzige in der USDA-Sammlung vorhandene Ledyard, 1894 von William Prestele; ©USDA

So gut mir der heutige Apfel des Tages auch gefällt: zum Ledyard habe ich keine Informationen gefunden. Den Apfel hat William Prestele 1894, ein Jahr vor seinem Tod, in Wayne County, Pennsylvania, gemalt.

Und wenn ich nichts zu dem Apfel erzählen kann, dann soll eben dieser William Prestele im Mittelpunkt stehen (nach dem Eintrag in der englischen Wikipedia). Immerhin war er der erste Künstler im Stab der neu gegründeten Pomological Division des US-Landwirtschaftsministeriums in Washington, deren Künstler*innen hier häufig auftauchen.
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AdT: Gestreifter Fürstenapfel – remembering Otto (19.04.2018)

Historische Abbildung eines grün-rötlichen Apfels; BUND Lemgo

Der Gestreifte Fürstenapfel, von Lexa; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist der Gestreifte Fürstenapfel, der auch Pomme de la cour genannt wird. Die Abbildung stammt aus Johann Lexa von Aehrenthals 2. Band seiner „Deutsche Kernobstsorten“. Ich bin mir nicht sicher, worauf sich das „gestreift“ bezieht – auf dem Kalenderblatt sehe ich das nicht.
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AdT: Rittenhouse – und ein kurzer Ausflug in aufrührerische Zeiten (18.04.2018)

Historische Abbildung eines gelblichen, gesprenkelten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA

Der Rittenhouse; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages, der Rittenhouse, ist leider wieder einer, zu dem ich keine zuverlässigen Informationen gefunden habe. Bei der Kalenderabbildung hatte ich vermutet, daß sie von James Marion Shull (1872–1948) angefertigt wurde. Der hatte sich auf Krankheitsabbildungen spezialisiert – und der Apfel wirkt mit der Fleckenbildung auf mich erkrankt. Tatsächlich wurde er aber 1896 von Deborah Griscom Passmore im Hunterdon County, New Jersey, gefunden.
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AdT: Kardinal – und die traurige Geschichte eines erfolgreichen Gärtners (17.04.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-rötlichen Apfels; BUND Lemgo
Der Kardinal nach Mayer; ©BUND Lemgo

Einfach nur Kardinal – das geht natürlich nicht. Dafür gibt es zu viele Sorten, die diesen Rang beanspruchen.
Johann Prokop Mayer (1737-1804) berichtet im 3. Band seiner Pomona Franconica auch gleich, daß sein Kardinal in den Niederlanden, woher er ihn bekam, Roode Joppen hieße. Diesen Apfel habe ich in der „Oranje List“ von De Oerakker gefunden, in der alte niederländische Sorten gesammelt werden.
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AdT: Serczika – Ausflug nach Slawonien (16.04.2018)

Historische Abbildung eines grün-rötlichen Apfels; BUND Lemgo

Der Serczika, nach Stoll; ©BUND Lemgo

Den heutigen Apfel des Tages hat Rudolf Stoll (1847-1913) in seiner „Österreichisch-Ungarischen Pomologie“ beschrieben. Der Serczika, auch Srzika oder Srcsika, ist eine slawonische Nationalsorte, die hauptsächlich um Osijek herum angebaut wurde. Stoll hatte zu seiner Zeit keine Beschreibungen vorgefunden, und auch in Baumschulen sei die Sorte kaum zu finden gewesen.
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AdT: Lothringi Renet – ein Apfel mit (Blog-) Vergangenheit (14.04.2018)

Historische Abbildung eines gelblich-grünen und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo
Lothringer Renette nach Stoll; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages, die Lothringer Renette, führt zurück zur Reinette von Canada vom 14. Januar. Der Pomologe Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880) schreibt im „Illustrierten Handbuch der Obstkunde“ (PDF) ausführlich über die Hintergründe des Apfels*. Danach hat wohl Adrian Diel (1756-1839) den Apfel, den er aus Metz bekam, als erster beschrieben. Von diesem kam ein Reis zu Oberdieck, der anhand seiner Früchte den Apfel als Haushaltsapfel wertet. Weshalb er wiederum die Lothringer Renette keinesfalls mit der „Wahren Canada“ gleichsetzt.
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AdT: Hoover – ein Apfel mit großem Namen (13.04.2018)

Historische Abbildung eines roten und eines aufgeschnittenen Apfels; USDA
Der Hoover, von Mary Arnold 1916 in Lancaster County, Pennsylvania, gefunden; ©USDA

Der heutige Apfel des Tages ist der Hoover. Bemerkenswert finde ich den ausgeprägten Kelch, und wie so oft gefällt mir auch diese Abbildung des USDA.

Der Hoover heißt auch Black Coal, Baltimore oder Baltimore Red. Creighton Lee Calhoun behandelt diese in seinem Buch „Old Southern Apples“ als separarte Sorten, es könnten seiner Ansincht nach auch Synonyme sein.
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AdT: Melonenapfel – amerikanisch oder nicht? (11.04.2018)

Historische Abbildung zweier gelblicher und eines aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo
Langethals „Melonenapfel“; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages ist etwas verwirrend: Auf der Abbildung ist nur Melonenapfel zu lesen, doch beim BUND Lemgo wird der Apfel als „Amerikanischer Melonenapfel“ geführt. Der z.B. von Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880) im „Illustrierten Handbuch der Obstkunde“ (PDF) beschrieben wird. Allerdings weicht dessen Beschreibung sehr stark von dem ab, was in Apples of New York unter „Melon Apple“ nachzulesen ist. Steigt noch jemand durch?
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AdT: Botzener Rosmarinapfel – und ein Liveticker! (11.04.2018)

Historische Abbildung von zwei grün-gelblichen und einem aufgeschnittenen Apfels; BUND Lemgo
Der Botzner Rosmarinapfel von Langethal; ©BUND Lemgo

Der heutige Apfel des Tages hat mal wieder die Merkwürdigkeit, daß er beim BUND Lemgo unter einem anderen Namen geführt wird, als auf der Abbildung zu sehen ist. Der Botzner Rosmarinapfel (mit ausgefallenem „e“) heißt auch Tiroler Schmelzling, immerhin bleibt der Name in der Region.

Inzwischen erkenne ich die Abbildungen ja schon recht gut, die aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878) haben oft einen irgendwie reduzierten Farbeinsatz.
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