Der heutige Apfel des Tages ist der Yellow Siberian, eine Holzapfel-Sorte, wie schon an den sehr langen Stielen und den kleinen Äpfeln zu erkennen ist. Das Exemplar stammt aus Maryland, Ellen Isham Schutt hatte ihn 1912 für die Pomological Watercolor Collection des USDA festgehalten.
Der heutige Apfel des Tages ist der Black Sweet, das Exemplar aus dem Orange County, New York, hat Deborah Griscom Passmore 1894 für die Pomological Watercolor Collection des USDA festgehalten.
Erfreulicherweise wurde auf der Abbildung auch erwähnt, daß es ein Synonym für den Moore Sweet sei. Das bestätigt auch ein Blick in die Apples of New York. Dort wird als früheste Beschreibung die im New England Farmer angegeben, der 1829 erschien.
Die Abbildung des Apfels des Tages, dem Prince Albert, stammt aus dem USDA. Amanda Newton hat den Apfel 1913 in Ferndale im Whatcom County, Washington, gefunden. Die Sorte stammt ursprünglich aus Großbritannien und ist dort als Lane’s Prince Albert bekannt. Ich hatte bei „Lane“ an die Bezeichnung für eine Gasse oder einen Feldweg gedacht. Tatsächlich stammt es aber von den Züchtern, H. Lane & Son aus Berkhampstead, die den Apfel 1857 bei einem Treffen der British Pomological Society vorstellten.
Der heutige Apfel des Tages ist der Green Crank. Die Abbildung hatte Bertha Heiges 1902 für das USDA angefertigt, der Apfel stammt aus Hawkins, Tennessee. Da überrascht es nicht, daß die Sorte nicht in den Apples of New York zu finden ist. Was aber nicht schlimm ist, denn der „Apfelprofessor“ Tom Burford hat dazu in seinem Buch „Apples of North America – 192 Exceptional Varieties for Gardeners, Growers, and Cooks“ einen eigenen Beitrag geschrieben
Der heutige Apfel des Tages hat den interessanten Namen Turn Off Lane, das Exemplar aus Cumberland, New Jersey, wurde im März 1915 von jemand mit dem Namen M. Strange für das USDA angefertigt.
M. Strange: Dieser Name ist mir bei der USDA heute zum ersten Mal begegnet, leider habe ich auf Anhieb keine Informationen gefunden. Im Umfeld anderer Berichte über Illustratorinnen taucht „M. Strange“ nicht auf. Und auch Mari Kramer nennt ihn in ihrem ausführlichen Artikel „Meet the Women Illustrators of the Pomological Watercolor Collection“ in Ladyscience nicht. Insgesamt gibt es bei der USDA 47 sehr schöne Abbildungen von „M. Strange“.
Zum heutigen Apfel des Tages hatte ich am 6. Juni 2018 bis auf die Abbildung des Huber Pippin aus der Pomological Watercolor Collection nichts gefunden. Sie stammt von Royal Charles Steadman, der den Apfel 1927 von der Versuchsstation in Arlington, Virginia, bekam.
Doch inzwischen habe ich für mich neue Quellen entdeckt, unter anderem die Berichte der Versuchsstation zu den dort vorhandenen Sorten. Auch zum Huber Pippin finden sich mehrere Seiten.
Der heutige Apfel des Tages ist die Reinette jaune tardive, also die Späte gelbe Reinette. Die schöne Abbildung stammt aus der Pomologie Française, die der bedeutende französische Pomologe Pierre-Antoine Poiteau (1766-1854) im Jahr 1846 herausgegeben hat. Sie steht bei der Biodiversity Heritage Library digital zur Verfügung.
Möglicherweise hatte der heutige Apfel des Tages das Zeug zum Star und wurde deshalb so benannt. Durchgesetzt hat er sich aber wohl nicht, denn in den üblichen Werken über nordamerikanische Sorten findet er sich nicht. Dafür haben wir die schöne Abbildung, die Mary Daisy Arnold 1913 von einem Exemplar aus Burlington, New Jersey, angefertigt hat. Und nicht ganz zwei Jahre zuvor hatte schon Amanda Almira Newton ein Exemplar aus Monroe, New York für das USDA abgebildet.
Der heutige Apfel des Tages ist die Reinette von Aizerna, die Abbildung stammt aus dem Deutschen Obstcabinet von Christian Eduard Langethal (1806-1878). Ich war mir sicher, ihn schon im Blog gehabt zu haben – nur konnte ich ihn lange nicht finden.
Langethal nennt sie eine Frucht II. Ranges, nach Dittrich gehöre sie zu den einfarbigen Renetten, Lucas zähle sie zu den Rombour-Reinetten.
Der heutige Apfel des Tages ist die Rote Sternrenette (nicht „Steinrenette“, wie auf dem Kalenderblatt zu lesen ist), die Abbildung stammt aus den Pomologischen Monatsheften, die 1855 von den Pomologen Eduard Lucas (1816-1882) und Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880) als „Monatsschrift für Pomologie und praktischen Obstbau“ (1855-1865) gegründet wurden. Sie hieß später „Illustrierte Monatshefte für Obst- und Weinbau“ (1865-1874), eben „Pomologische Monatshefte“ (1875-1905) und „Deutsche Obstbauzeitung“ (1906-1922). Sehr schöne Obst-Abbildungen sind beim BUND Lemgo zu finden.